Ein starkes (Kirchen-) Stück: "Mein lieber Herr Käthe"

Die Erinnerungen der Katharina Luther: Mein Leben mit Gott und Martin

Die Lutherin ist auf der Flucht.
Die Pest zwingt sie wieder hinaus aus dem vertrauten Wittenberg. Im Winter 1552 macht sie sich auf den Weg nach Torgau. Von dunklen Vorahnungen getrieben, sucht die Witwe am Abend vor der Abreise Trost und Schutz im Zwiegespräch mit Gott.
Es überkommt sie eine nachdenkliche, berührte aber auch lächelnde Rückschau auf ihr ungewöhnliches Leben: das gläubige und wissbegierige junge Mädchen, die mittellose und später entlaufene Nonne, die geliebte Ehefrau und beglückte und leidgeprüfte Mutter von sechs Kindern, die erfolgreiche Betreiberin einer großen Herberge in Wittenberg, die Kräuterkundige und Krankenpflegerin, die Gastgeberin für Könige, Reformations-Mitstreiter und Bettlerinnen - sie lebte das meiste davon mit Martinus Luther, dem Sprachgenie, dem Geistesgiganten, dem Verzweifelten und Angstgebeutelten.
Wie wir es bis in unsere Zeit kennen, ist Katharina eine Frau, deren erstaunlich vielseitigen Fähigkeiten und Verdienste von der Welt der Männer nur am Rande wahrgenommen werden. Damals wurde sie von ihrem Mann ironisch wie bewundernd "mein lieber Herr Käthe" genannt. Kaum eine Frau war zu Beginn der Neuzeit wichtiger als sie - als Vorbild für die nächsten 500 Jahre und arüber hinaus in Kirche und Gesellschaft
Darstellerin: Heike Bauer-Banzhaf
Ort: Kath. Pfarrkirche Maria Heimsuchung, Bubenreuth
Abendkasse 6,- EUR