Mit dem starken Anwachsen der kath. Bevölkerung nach 1945 wurde der Sandsteinbau für die Gottesdienste schon gegen Ende der fünfziger Jahre zu klein. So wurde schließlich im Jahre 1964 unter dem damaligen Pfarrer und späterem Domkapitular Klemens Fink der Grundstein für ein neues Kirchengebäude gelegt, in dem heute die Gottesdienste abgehalten werden.
Dem Plan des Erlanger Architekten Paul Becker für den neuen Kirchenbau liegt der Gedanke zu Grunde, die Gemeinde mit dem Priester beim liturgischen Geschehen so zusammenzufassen, wie sie sich bei einer Situation im Freien selbst formieren würde, und diese Gruppenanordnung mit einem Zelt zu überspannen. Behütende Natursteinwände umschließen die Gemeinde und lassen das Dach auf einem sich stark verjüngenden Lichtband scheinbar schweben.
Unter dem optisch höchsten Punkt liegt die Altarinsel, an beiden Seiten von den zusammen gefassten Apostelleuchtern flankiert. Der Altar ist ein mächtiger Opferstein aus einem Muschelkalk - Kernsteinblock gearbeitet. Seine Struktur macht die in Jahrmillionen gebildeten Schichtungen sichtbar. Hinter dem Altar wurde in der Apsis der Tabernakel auf einer besonderen Platte aufgestellt, allen Gläubigen gut sichtbar. Ganz bewusst wurde die Gestaltung auf wenige, hauptsächlich natürliche Baustoffe beschränkt, die auch im Detail einfach gehalten wurden. Diese Zurückhaltung war wesentlich für die Fenster des Lichtbandes und der Eingangsseiten, die sehr feinfühlig der Architektur folgen, sie verstärken und so den Sinn der Gesamtkomposition verdeutlichen.
