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Weihnachtsgruß

Datum:
Veröffentlicht: 25.12.18
Von:
Pfarrer Marcel Jungbauer

Auch für dich wird das Kind der Hoffnung geboren

Gedanken von Pfarrer Marcel Jungbauer

Liebe Gemeindemitglieder!

Die Hirten stehen an der Krippe. Sie staunen und flüstern leise, was sie von dem Kind wissen. So heißt es in der ersten Messe am Weihnachtstag, dem Hirtenamt. Dieser Gottesdienst ist für mich jedes Jahr etwas Besonderes. Obwohl er nicht den Gefühlsschwung der Heiligen Nacht hat und nicht den Glanz der Festmesse. Wie die Hirten an der Krippe, ist der Gottesdienst am frühen Morgen von einer schlichten Innigkeit geprägt. Im Hirtenamt sind manche still beseelt und ihre Gesichter leuchten von dem, was sie in der vergangenen Nacht erfahren haben: Freude über herzliche Gemeinschaft, die in der Seele nachklingt, und wie bei den Hirten erzählt, was das heißt: „Gott ist mit uns.“

Doch haben auch Menschen Platz an der Krippe, deren Gesicht noch nicht strahlend leuchtet. Weil Weihnachten heuer anders war, weil ein lieber Mensch gefehlt hat, weil die Gefühle der Heiligen Nacht zu viele Tränen gebracht hätten und die Festmelodien des Tages nicht passen. Sie haben Platz im Hirtenamt. Sie dürfen sich einfach wärmen, anstrahlen lassen von dem Kind in der Krippe. Denn es bringt die Hoffnung, die oft so fern am Himmel steht, wie der Stern, mitten in unser Leben.

Diese leise Freude, die Hoffnung, die die Hirten flüstern, wünsche ich Ihnen für den Weihnachtsmorgen.

Ich wünsche diese Hoffnung allen, die noch nicht feiern können, weil sie krank sind, einsam oder enttäuscht. Im Hirtenamt stehen die Hirten auch für sie an der Krippe. Ich wünsche diese Hoffnung allen, die sich dem Licht fern fühlen in Trauer, in Angst und Unsicherheit. Die Hirten stehen am Morgen des Weihnachtstages für sie an der Krippe und flüstern: „Auch für dich wird das Kind der Hoffnung geboren.“

Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht Ihnen mit dem gesamten Pastoralteam
Ihr Pfarrer
Marcel Jungbauer