Weihnachten am Eichenplatz

Vortrag im Rahmen der kath. Erwachsenenbildung

Seit 60 Jahren beginnt das Weihnachtsfest für viele Bubenreuther mit der Feier am Eichenplatz. Der Vortrag wollte klären, wie es dazu kam und warum sich dieser Brauch hält.
Eingeleitet wurde der Abend mit einer Geschichte von Agnes Eger – eben über das Weihnachten am Eichenplatz. Darauf folgte die historische Einordnung. Der Historiker Dr. Hoyer erläuterte die Herkunft des Christbaums, ging auf die Vertreibung der Egerländer ein, die mit der Ansiedlung in Bubenreuth den Ursprung dieser Feier bildet. Er beleuchtete aber auch den Mut der damaligen Bubenreuther die sich mit ihrer Entscheidung zur Minderheit im eigenen Ort machten und Bubenreuth langfristig zum Zentrum des Streich- und Zupfinstrumentenbaus.
Altbürgermeister Erich Werner, selbst Geigenbauer und Zeitzeuge berichtete über seine Eindrücke dieser Feier, die in ihrer Art sicherlich einmalig ist. Frau Hildegard Peter war schon bei der ersten Feier am Eichenplatz als sieben jähriges Mädchen dabei. Sie erzählte uns ihre Erinnerungen, die natürlich geprägt waren von der vorausgegangenen Vertreibung und der Odysee der Egerländer. Mit der Ansiedlung in Bubenreuth hatten sie nach vier Jahren eine neue Heimat bekommen. Das Weihnachtsfest mit der Feier am Eichenplatz stellte für sie einen Neubeginn dar. Jetzt waren sie wieder „daheim“.
Die theologische Einordnung des Brauchs lieferte Pfarrer Matthias Bambynek. Er zeigte die Wandlung der Feier auf und versuchte zu begründen, warum die Feier am Eichenplatz heute nicht mehr nur eine Feier der Egerländer ist, sondern des ganzen Ortes.
