Warum arbeite ich gerne in der katholischen Kirche?

Diakon Stefan Lunz
Am 25. Juni diesen Jahres werde ich zum Priester geweiht.
Im Vorfeld wurde ich natürlich von etlichen Menschen im privaten Umfeld gefragt, ob ich mir sicher bin, diesen Schritt zu tun. In meinen fast 25 Jahren als Bankberater hatte ich immer die Person, die vor mir saß, im Blick.
Auch als guter Seelsorger ist es die Aufgabe, den Menschen mit all seinen Sorgen ernst zu nehmen. Doch nicht nur die Nöte stehen im Mittelpunkt.
Auch alle freudigen Ereignisse dürfen wir mit Gott feiern.
Der „Ruf mitten im Beruf“, war auch das Schlagwort in der Priesterausbildung im Überdiözesanen Seminar zur Priesterausbildung in Lantershofen St. Lambert.
Hier konnte ich ohne Abitur Theologie studieren. Es wird oft als „Spätberufenen-Seminar“ bezeichnet.
Ich jedoch sehe mich als Spätantwortender. Dieser Ruf war in meinen frühen Kindheitstagen bereits veranlagt, wurde jedoch durch Verschiedenes immer wieder weggeschoben.
Jetzt nach über 8 Jahren Ausbildung steht für mich der Schritt an, als Priester in der katholischen Kirche zu wirken.
„Ich bin nicht gekommen mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“, so lautet mein Primizspruch.
Diesen Dienst sehe ich darin, die Menschen von der Geburt bis zum Tod im Glauben und mit Gott zu begleiten, trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen, die die Institution Kirche in der heutigen Zeit zu bewältigen hat.