Warum arbeite ich gerne in der katholischen Kirche ...

Pfarradministrator Jacob Kurasserry
Ich bin Jacob Kurasserry aus Indien. Nach der Priesterweihe habe ich in der Heimaterzdiözese Changanacherry, (Kerala, Südindien) 8 Jahre als Kaplan und Pfarrer Dienst gemacht. Seit Februar 2009 bin ich in Deutschland, in der Erzdiözese Bamberg und seit 2015 Pfarradministrator der Pfarreien Unsere Liebe Frau Erlangen-Dechsendorf, St. Mauritius Röttenbach mit Filialgemeinden Maria Königin und St. Wendelin Zeckern.
In den Begegnungen mit Pfarrangehörigen und auch mit anderen Menschen bin ich oft mit einer Frage konfrontiert worden, ob meine Vorfahrern alle Christen oder Katholiken waren. Für mich war diese Frage sehr überraschend.
Vor 1950 Jahren (also im Jahr 52) kam der Apostel Thomas nach Indien. Er hat das Evangelium dort verkündet und seitdem existiert die Kirche dort. Ich bin in einer katholischen Familie geboren und aufgewachsen, die mit der Kirche „an der Lehre der Apostel festhielte“ (Apg 2,42) und ein eucharistie-zentriertes Lebens führte.
Ich habe erfahren, dass die Kirche immer mit und für die Menschen da war. Z.B. in der Schule, im Ministrantendienst, in kirchlichen Vereinen für Kinder und Jugendlichen, in den Gottesdiensten, caritativen Diensten, sozialen Fragen und verschiedene Begegnungen und Feierlichkeiten. Priester und Ordensleute hatten eine starke Verbindung zu den Gläubigen. Sie konnten die Menschen begeistern. Ich muss ehrlich sagen, dass ich viele positive Erfahrungen mit der katholischen Kirche gemacht habe. Kirche hat mir einen guten Glauben und gute Werte beigebracht.
Für mich ist diese Kirche „meine Familie“. Ich will immer gerne mit und in meiner „Familie“ bleiben. Auch in schwierigen Zeiten. Als ich nach der Schulzeit überlegte, welche Richtung ich gehen soll, habe ich keine Schwierigkeiten gehabt, das „Ja Wort“ zu sagen zum priesterlichen Leben in der katholischen Kirche. Bis jetzt habe ich es nie bereut.
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1 Kor 13,13). „Ja“ sagte ich - weil ich diese drei wesentlichen Werte in der Kirche erfahren durfte. Ich werde auch weiter gerne in meiner „Familie“, in der katholischen Kirche arbeiten.