Verzehrendes Feuer, ewige Glut

Pfingsten
Als verzehrendes Feuer und ewige Glut beschreibt Albert Frey in einem Lied das Wesen Gottes. Wenngleich wir dieses Sprachbild, diesen Vergleich Gottes mit einem lodernden Feuer eher schwierig finden mögen – an Pfingsten scheint er ganz gut zu passen. Doch auch an diesem Fest, das am Ende der Osterzeit steht, verliert das Bild von der ewigen Glut nichts von seiner dramatischen, ja auch beängstigend-gefährlichen Dimension. Doch auch so kann Gott manchmal sein. Vielleicht kennen Sie das selbst und empfinden Gott manchmal eher als Feuer, das an den Kräften zehrt und dem man lieber entrinnen möchte, von dem man sich lieber fernhalten will?
Manchmal fordert er uns ganz schön heraus; sodass wir ihn nicht verstehen. Aber: Feuer reinigt auch. Es ermöglicht einen Neuanfang. Unsere christliche Hoffnung ist, dass nach einer schmerzhaften Erfahrung, die uns vielleicht als gebranntes Kind zurücklässt, neues entstehen kann. Auch wenn wir dies womöglich erst im Nachhinein erkennen und deuten können: Vielleicht ist auch einer erschreckenden, feurigen Erfahrung Gottes Heiliger Geist am Werk – so wie einst in Jerusalem. Das jedenfalls wünsche ich Ihnen an diesem Pfingstfest.