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Sonntag der Weltmission

Datum:
Veröffentlicht: 16.10.20
Von:
Frank Steigner

Selig, die Frieden stiften - Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Um die im 19. Jahrhundert entstandenen missionarischen Initiativen besser zu koordinieren, rief Papst Pius XI. 1926 erstmals den Weltmissionssonntag aus. Jedes Jahr wird seither in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt.

Der Weltmissionssonntag am 25. Oktober ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Um die im 19. Jahrhundert entstandenen missionarischen Initiativen besser zu koordinieren, rief Papst Pius XI. 1926 erstmals den Weltmissionssonntag aus. Jedes Jahr wird seither in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt.

Jetzt Zusammenhalten

Durch das erklärende Leitwort "Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt", das dem ursprünglichen Motto des Weltmissionsmonats zur Seite gestellt wurde, wird deutlich, dass das Bibelwort aus der Bergpredigt "Selig, die Frieden stiften" in Zeiten der weltweiten Covid 19-Krise neue Aktualitität gewonnen hat. Schon vor der Pandemie wurde das Miteinander in Westafrika von Gewalt und terroristischen Anschlägen erschüttert. Nun verstärken die Auswirkungen der Krise Spannungen und Gewalt und gefährden den sozialen Frieden. Die Menschen in den Ländern der Sahelzone sorgen sich angesichts der Coronapandemie nicht nur um Ihre Gesundheit, sondern aufgrund der teils rigiden Ausgangssperren um ihre Existenz.

Millionen Menschen in afrikanischen Ländern haben schlicht nichts zu essen, wenn sie einen Tag ihrer Arbeit als Schuhputzer, Motorradtaxifahrer oder Zeitungsverkäufer nicht nachgehen können. Soziale Absicherung und feste Gehälter gibt es in der weit verbreiteten informellen Wirtschaft nicht – und das vor dem Hintergrund einer ungebrochen angespannten Sicherheitslage. Terroristische Terrorgruppen breiten sich in immer mehr Ländern aus. Tausende Menschen wurden in den letzten Jahren zu Flüchtlingen im eigenen Land. Schulen, Pfarreien, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Durch das segensreiche Engagement unserer Partnerinnen und Partner aus Westafrika konkretisiert sich das Leitwort "Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt". Die katholische Kirche tut ihr Möglichstes, den Menschen vor Ort beizustehen, indem sie beispielsweise Lebensmittel und Hygieneartikel verteilt. Sie findet Gehör, da viele den kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr vertrauen als der Regierung. Kirchenvertreter treten irreführenden Falschmeldungen über die Pandemie entschieden entgegen und informieren sachlich, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann.

Wir alle sind Schwestern und Brüder in unserer weltweiten Kirche und uns ist die Sorge füreinander aufgetragen. Aufgrund der derzeitigen Bestimmungen werden viele Gemeinden weltweit keine Kollekte halten können. Der Solidaritätsfonds, der die ärmsten Diözesen im nächsten Jahr unterstützen soll, droht leer zu bleiben.

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