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Segnungsgottesdienst zum Thema „Labyrinth“

Labyrinth
Datum:
Veröffentlicht: 17.12.10
Von:
Brigitte Eckert
Am Eingang eines Labyrinths konnte jeder Gottesdienstbesucher von Pfr. Sauer einen persönlichen Segen empfangen.

Bei einem Segnungsgottesdienst am 10. November konnte jeder Gottesdienstbesucher am Eingang des Labyrinths von Pfr. Sauer einen persönlichen Segen empfangen.

Folgende Meditation  wurde vorgelesen:

Das Labyrinth zählt zu den ältesten Sinnbildern, welche die Menschheit geschaffen hat.
Das Leben besteht seit jeher aus vielen Geheimnissen. Oft fordern sie uns zu neuen Wegen heraus.

Bereits Felsenzeichnungen der Jungsteinzeit bezeugen die Existenz des Labyrinths. Man hat es in Griechenland und Ägypten genauso wie in Indien und Nord-Amerika gefunden.
Aus einer nur weltanschaulichen Überzeugung kann meine konkrete, ganz persönliche Konfrontation mit dem Urgeheimnis werden.

Was ist ein Labyrinth?
Im Gegensatz zum Irrgarten gibt es beim Labyrinth nur einen Weg, der ständig die Richtung wechselt, aber kreuzungsfrei ist.
Aus eigenen Begehung des Weges erwächst vielleicht eine Begegnung mit der sich hinter den Wortformeln des Glaubensbekenntnisses verbergenden Wirklichkeit.

Der Innenraum des Labyrinths wird mit Umwegen ausgefüllt und der Besucher wiederholt am erstrebten Ziel vorbei geführt.
Wir spüren die Erfahrung von Hingezogenheit zur Mitte, zur Ruhe, zur Ganzheit.

Der Weg mündet zwangsläufig im Zentrum.
Der innerste Seelengrund sehnt sich nach Gott, zu dem ich mit Jesus „Abba – lieber Vater“ sagen darf.

Vom Zentrum des Labyrinths aus muss man umkehren und genau denselben Weg zurückgehen.
Es ist das unabänderliche Nicht-bleiben-Können.

Das Labyrinth ist ein universelles Symbol, über und ursprünglicher Funktion man sich bis heute nicht ganz einig ist.
Die wichtigste Übung im geistlichen Leben ist der Gedanke an die Gegenwart Gottes.

Das Labyrinth ist für viele Menschen eine Metapher auf der Suche nach ihrer Mitte.
In jedem Menschen gibt es einen Ort, an dem Gott wohnt. Das ist seine innerste Mitte.