Randbemerkungen

Das Fest Fronleichnam
des Leibes und Blutes Christi,
wobei der Name Fronleichnam
als Bezeichnung für
die Hostie als Leib des Herrn
Liturgie Wörterbuch
Eigentlich Hochfest des Leibes und Blutes Christi, wobei der Name Fronleichnam als Bezeichnung für die Hostie als Leib des Herrn vom mittelhochdeutschen vronlichnam stammt. Vron bedeutete soviel wie göttlich und lichnam war ein Wort für die Leibeshülle, den lebendigen Körper. Erst später wandelte sich die Bedeutung von lichnam zu einem Synonym für die Leiche, den leblosen Körper.
Begangen wird das Hochfest am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest, also in der 2. Woche nach Pfingsten, kann aber auf den folgenden Sonntag, d.h. den 2. Sonntag nach Pfingsten verschoben werden, vor allem in Regionen ohne gesetzlichen Feiertag. Im Mittelpunkt des Hochfestes steht die Verehrung der Gegenwart Christi in den eucharistischen Gestalten des Brotes und Weines.
Die vielerorts übliche Prozession war ursprünglich gar nicht Bestandteil des Festes und gilt auch heute nicht als Teil der Liturgie im engeren Sinne, sondern als Frömmigkeitsübung, deren Durchführung und Gestaltung festzulegen den Diözesen überlassen bleibt.
aus: Albert Urban/Marion Bexten, Kleines Liturgisches Wörterbuch, Verlag Herder, 2007.