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Randbemerkungen

Datum:
Veröffentlicht: 30.3.09
Von:
Peter Weidemann, Pfarrbriefservice.de

Tätig auf Gott warten

Wir leben in einem Zeitalter der Beschleunigung, der Hast und Ruhelosigkeit. Räume und Zeiten, die für das Warten vorgesehen sind, wirken da fast schon anachronistisch, und nicht immer sind wir davor gefeit, die Wartezeit zu verkürzen, indem wir ein anstehendes Ereignis einfach vorverlegen. Siehe Advent und Weihnachten!

„Wie warten wir auf Gott?“, fragt der Theologe Henri Nouwen und antwortet gleich selbst: „Wir warten mit Geduld.“ Aber nicht wie auf den nächsten Bus! Gott zu erwarten, schreibt Nouwen, bedeutet „tätiges Warten, bei dem wir den gegenwärtigen Augenblick in ganzer Fülle leben, um in ihm die Anzeichen dessen zu erkennen, auf den wir warten“.*

Leben im Hier und Jetzt und aufmerksam sein für die Augenblicke voller Seligkeit – manchmal kann ich es kaum glauben, wie leicht Gott es uns Menschen macht, bei ihm zu landen.

*Henri J.M. Nouwen, Leben hier und jetzt. Jahreslesebuch. Herder-Verlag: Freiburg - Basel - Wien 2000, S. 349.