Datum:
Veröffentlicht: 9.11.09
Von:
Gisela Baltes, Pfarrbriefservice.de
Selten ist es ein frierender Bettler im Schnee.
Doch einen wärmenden Martinsmantel
braucht heute auch noch manch anderer,
der eine andere bittere Kälte spürt:
die Kälte aus Gleichgültigkeit, Lieblosigkeit,
aus Missverständnissen, Streit, Trennung,
aus Entfremdung, Ausgrenzung, Verachtung,
die Kälte aus Wortlosigkeit, Einsamkeit.
Heute wie damals braucht es den Martin, der hinschaut,
der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt:
den Mantel der Güte und Nähe,
den Mantel der Sorge und Anteilnahme,
den Mantel tatkräftiger Hilfe.
Der Martin unserer Zeit heißt vielleicht
Bernd oder Jürgen,
Inge oder Brigitte.
Und vielleicht heißt er
wie ich oder du.