Datum:
Veröffentlicht: 5.4.10
Von:
Klaus Hemmerle, Pfarrbriefservice.de
und das Leben vor sich hat,
der nicht zu vergessen braucht,
weil ihm vergeben ist
und er vergeben hat,
der vor nichts zu fliehen braucht,
weil er durch verschlossene Türen kommen
und über Abgründe gehen kann,
der sich nicht zu ängstigen braucht,
weil er immer unterwegs ist
zu einem und mit einem,
der ihn grenzenlos liebt.
Frei ist der Mensch, der zu allem offen ist,
weil er alle
in sein Herz geschlossen hat.
Frei ist der Mensch,
der jenseits der Wunde lebt:
der österliche Mensch.
(aus: Ders., Hirtenbriefe, Hrsg. von Karlheinz Collas, Aachen 1994, 109.)