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Randbemerkungen

Datum:
Veröffentlicht: 11.10.10
Von:
Marianne Willemsen, Pfarrbriefservice.de

Herr Keuner und die Engel

Eines Tages bekam Herr Keuner Besuch von einem Fremden, der ihn fragte, ob es wohl Engel gäbe und wie diese denn möglicherweise aussähen.

Ob er denn jemals einen gesehen habe, oder wie er denn zu dieser Frage gefunden habe, wollte Herr K. wissen. Nein, gesehen habe er keinen, aber manchmal habe er so eine Ahnung und erst kürzlich seien ihm beim Besuch einer Kirche eine Vielzahl dieser wohl himmlischen Gestalten in unterschiedlichster Form und Farbe begegnet, offenbart er. Des weiteren würde in einer christlichen Kirche ein Gebet gepflegt, das man dort "Angelus" oder "Der Engel des Herrn" nennen würde und das häufig zu festen Zeiten und in Verbindung mit heftigem Glockenläuten gebetet würde. Ihm selbst erschiene dies alles sehr befremdlich, da er nie etwas von alledem gesehen oder gehört habe, aber wenn es Engel gäbe, so wolle auch er auf deren Hilfe und Beistand nicht verzichten und die Möglichkeit nutzen, ein wenig mehr vom himmlischen Geschehen kennenzulernen.

Nun, wenn er bereits so eine Ahnung von diesen himmlischen Gestalten habe, so könne er seine Frage leicht selbst beantworten, antwortete Herr K. Denn aus genau dieser Ahnung der ewigen, himmlischen Weisheit, die uns in den Naturgesetzen alles Lebendigen begegnet, seien die Engel geboren. Als Bilder Gottes und des ewigen Lebens wachten sie darüber, daß wir Menschen in unserer Unwissenheit und Überheblichkeit die Wege des Lebens und der Liebe nicht endgültig verlassen und mit dieser Welt der Gottlosigkeit untergehen, führte Herr K. aus.

Die Engel sind also Bilder, die die Erfahrung der Nähe Gottes beschreiben, wiederholte der

Fremde und kratzte sich an der Nase. Ja, und deshalb weißt Du bereits, daß es sie gibt, wenn Du nur eine Ahnung davon hast, daß es Gott gibt, antwortete Herr K. und ging davon.