Datum:
Veröffentlicht: 21.2.11
Von:
Peter Weidemann, Pfarrbriefservice.de
„Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach Dir.“ (Psalm 42)
Das Gegenteil von heiß ist kalt, von hungrig satt und von durstig.....
Tja, Fehlanzeige! Das Deutsche kennt kein Wort – zumindest hat sich keines durchgesetzt – für den glücklichen Umstand, nicht mehr durstig zu sein. Man kann den Durst nur verneinen, positiv lässt sich das Gegenteil nicht ausdrücken. Eine merkwürdige Lücke in unserer ansonsten doch so (wort-)reichen Sprache.
Zugegeben, es mag bemüht sein, aber mir stellt sich die Frage, ob diese „Wortarmut“ nicht ein dezenter Hinweis ist, dass unser größter Durst mit irdischem Trank allein nicht gestillt werden kann... (Womit die deutsche Sprache doch reicher wäre als gedacht. Wer weiß?!)