Randbemerkungen
Beichtsplitter
Sünde ist … sich nicht lieben zu lassen und selber lieblos zu werden.
Sünde ist … die Liebe leugnen.
Die Beichte ist kein Aufsagen von Sünden, sondern ein Besprechen von Dingen, die Menschen im Herzen bewegen.
Sie sollte nicht als Pflicht angesehen werden, sondern als Hilfsmittel, das mich voranbringt auf meinem Weg mit Gott.
Das ist das Wichtigste beim Beichten: Zu hören, gesagt zu bekommen, dass Gott uns liebt, uns vorbehaltlos annimmt und immer wieder zum Leben ermutigt.
Nichts anderes will das Bußsakrament schenken.
Das Böse besteht darin, dass die große Gabe der Freiheit, die uns zur Liebe erst fähig macht, gegen die Liebe missbraucht wird.
Die Beichte, „die Planke nach dem Schiffbruch“, wie sie die Kirchenväter nannten, ist eines der größten Geschenke Jesu auf unserem Weg mit ihm.
Jesus hat die Kirche gesandt, den Menschen nach der Sünde wieder aufzurichten.