Randbemerkungen
Fastenaktion des katholischen Hilfswerks MISEREOR
Menschenwürdig leben. Überall!
Die Fastenaktion des katholischen Hilfswerks MISEREOR greift in diesem Jahr ein Thema auf, mit wir alle uns bestens auskennen: Das Wohnen. Ein Zuhause zu haben, das ein angemessenes Leben ermöglicht, ist allen ein Grundbedürfnis, ein Menschenrecht. Denn jeder Mensch braucht einen Platz zum Leben, zum Schlafen, zum Kochen und zum Essen. Vielen Menschen auf der Welt ist aber dieses Menschenrecht verwehrt. Sie leben in Elends- oder Armutsvierteln unter katastrophalen Bedingungen, unter Planen oder Wellblech, ohne Elektrizität und sauberes Trinkwasser, ohne Jobs und Perspektiven. Dazu sind sie mit ihren Familien ständig von Vertreibung bedroht. Denn Bauland ist rar in den Metropolen und daher sind die Bewohner der Elendsviertel die ersten, die neuen Bauprojekten weichen müssen.
Und jetzt?
Die MISEREOR-Fastenaktion möchte unter dem Leitwort „Menschenwürdig leben. Überall!“ auf dieses weltweite Armutsproblem hinweisen. In vielen Ländern unterstützt MISEREOR die Menschen in ihrem Bemühen um ein würdiges Zuhause. Wie erfolgreiche Projekte in den Elendsvierteln von Nairobi/Kenia und in Lima/Peru oder in Pnomh Penh/Kambodscha zeigen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ihnen solidarisch zur Seite zu stehen. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe, um so Perspektiven zu schaffen – z.B. ein dauerhaftes Bleiberecht zu erwirken, ein kleine Ambulanz in einen Armenviertel zu errichten oder die hygienischen Bedingungen durch den Bau entsprechender Kanalisation zu verbessern.
Und was hat das mit mir zu tun?
Rotah, der Junge auf dem MISEREOR-Plakat, möchte in Pnomh Penh lieber die Schule besuchen als seinem Vater bei der Ernte zu helfen. Aber der braucht die Hilfe seines 11-jährigen Sohnes, um das Überleben der Familie zu sichern – zu schmal sind die Verdienstmöglichkeiten eines Einzelnen für die Familie. Rotah weiß, ohne Schulabschluss hat er keine Chance, dem Slum zu entkommen. Aber welche Möglichkeiten hat er?
So wie Rotah geht es jedem 6. Menschen auf der Welt – so viele leben weltweit in Elendsvierteln. Mit unserer Solidarität und Hilfe kann es gelingen, dass Rotah eine Perspektive für sein Leben erhält. Dass er eines Tages in Würde leben kann, an einem sicheren Ort unter einem sicheren Dach. Helfen Sie mit und schaffen Sie Perspektiven. Machen Sie mit bei der MISEREOR-Fastenaktion 2011. Besuchen Sie MISEREOR-Veranstaltungen in Ihrer Nähe, feiern Sie einen MISEREOR-Gottesdienst, beteiligen Sie sich an der Kollekte am 5. Fastensonntag, den 10. April 2011!