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Randbemerkungen

Stele 2013
Datum:
Veröffentlicht: 3.2.14
Von:
Prof. Michael Kunzler, Pfarrbriefservice.de

Licht als Symbol Christi

Christus spricht von sich als dem ,,Licht der Welt“ (Joh 8,12); so wird er in der Liturgie der Kirche gepriesen. Nicht nur als das „die Dunkelheit vertreibende Licht“ (Exsultet der Osternacht) erinnert es an Christus, sondern es gilt ihm auch als Ehrung in Anlehnung an antike Ehrerweisungen durch Fackeln und Kerzen.

Nach heutiger Vorschrift können die Leuchter wieder beim Einzug mitgetragen und am Altar während der Feier abgestellt werden. Die Verwendung von Altarkerzen geht auf das römische Beamtenzeremoniell zurück: Hohen Vertretern des Staates wurden außer besonderen staatlichen Ehrenzeichen auch brennende Fackeln voran getragen. Als dann im christlich gewordenen römischen Reich auch der Papst und später alle Bischöfe in das Erbe der römischen Machtinsignien eintraten, wurden auch ihnen Leuchter voran getragen, wenn sie sich in feierlichen Prozessionen zum Ort der Messfeier begeben haben.

Doch ging die Ehrung vom Papst und den Bischöfen mit der Zeit auf den über, dem alle Ehre gebührt, auf Christus. Darum trug man nicht nur zur Eingangs- und Auszugsprozession Leuchter mit, gleichsam als Symbol dafür, dass der Herr mit seiner Kirche auf dem Weg ist, sondern auch bei der Prozession zur Verkündigung des Evangeliums werden Leuchter mitgetragen, um den im verkündigten Wort des Evangeliums selber sprechenden Herrn zu ehren. Erst im Mittelalter wurden die Leuchter auf den Altar selbst gestellt und blieben dort auch außerhalb des Gottesdienstes stehen.