Datum:
Veröffentlicht: 13.4.15
Von:
Kardinal Christoph Schönborn, Pfarrbriefservice.de
„Warum aber macht das selbstlos helfende Herz offen für Gott? Warum begegnen die, die den Notleidenden entgegengehen, dem "Ich" Jesu Christi? "Ich war hungrig… ich war gefangen… und du hast mir geholfen"? Ich glaube, der tiefste Grund dafür ist die "Beschaffenheit" (wenn ich so sagen darf) der göttlichen Barmherzigkeit und Liebe. Sie ist ihrem Wesen nach "selbstlos". Sie ist, wie die mystische Tradition der Kirche sagt, das "bonum diffusivum sui", das sich verströmende Gute. "Gott ist die Liebe", sagt Johannes (1 Joh 4,16), und diese Liebe liebt nicht, um sich selber zu verwirklichen, um selber mehr zu werden, sondern um sich mitzuteilen, zu verströmen.“