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Randbemerkungen

Datum:
Veröffentlicht: 23.10.17
Von:
Geschrieben von: Pressemitteilung missio / cs in: Pfarrbriefservice.de

Mädchen und Frauen in Burkina Faso eine Perspektive geben

Auszug aus dem Pfarrbriefmantel für den Weltmissionssonntag am 22. Oktober 2017

Die Menschen in Burkina Faso haben ihrem Land den Namen „Land der aufrechten Menschen“ gegeben. Sie sind stolz auf ihre friedliche Revolution und ihre politische Tradition, auf das gute Miteinander von Christen und Muslimen, auf die ethnische Vielfalt.

Eines der ärmsten Länder weltweit

Doch Burkina Faso ist auch eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Klimaveränderungen und Dürreperioden treffen besonders die in der Sahelzone liegenden Landesteile hart. Bleibt der spärliche Regen aus oder fällt er zur falschen Zeit, müssen die Menschen hungern. Mangels alternativer Einkommensquellen versuchen viele ihr Glück bei der Goldsuche. Perspektivlosigkeit wird zum Nährboden für islamistische Terrorzellen.

Zwangsheirat und Hexenverfolgung

Vor allem für Mädchen und Frauen ist der Alltag hart. Sie stehen im Mittelpunkt der diesjährigen missio-Aktion. Jahr für Jahr werden in Burkina Faso tausende Mädchen zwangsverheiratet, manche schon im Alter von 11 oder 12 Jahren. Traditionen wie Hexenverfolgung oder Genitalverstümmelung sind trotz gesetzlichen Verbots weit verbreitet. Die Müttersterblichkeit ist eine der höchsten der Welt.

Kirche an der Seite der Menschen

Die Kirche sieht nicht tatenlos zu. Bildungsinitiativen, Schutzprogramme, Hilfe zur Selbsthilfe - Mädchen und Frauen sollen Verantwortung für ihr Leben übernehmen dürfen. „Du führst mich hinaus ins Weite“ lautet deshalb das biblische Leitwort des Weltmissionssonntags. Es drückt aus, was Menschen mit Gott erleben: Gott eröffnet dem Leben Chancen, wo alles aussichtslos scheint, er schenkt dem Leben Weite.