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Randbemerkungen

Datum:
Veröffentlicht: 5.3.18
Von:
Autor Peter Schott, in: Pfarrbriefservice.de

„Fasten-Wort-Aktion“

Eine rote Schachtel, gefüllt mit vielen gelben Los-Röllchen, steht seit Jahresanfang in meinem Eßzimmer. Täglich öffne ich neugierig ein Los.
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Ein Beitrag zum Klimawandel zwischen den Menschen

Eine rote Schachtel, gefüllt mit vielen gelben Los-Röllchen, steht seit Jahresanfang in meinem Eßzimmer. Täglich öffne ich neugierig ein Los. Jedes Los ist ein Gewinn, denn auf jedem steht ein kleiner Spruch, der es in sich hat. Ich staune darüber, wie oft der Spruch zu mir passt – und wie wenig Worte es bedarf, um mich innerlich zu berühren. Oft schwingt das Sprichwort bei meinen Erlebnissen mit, ja formt sogar mein Denken und Handeln. Und es trägt auch zu einem besseren Klima bei Begegnungen bei. 

 
Deshalb habe ich mir vorgenommen, in der Fastenzeit bewusster auf die Worte zu achten, die aus meinem Mund fließen wollen. Denn Worte beeinflussen das Gesprächsklima zwischen uns Menschen. Ich frage mich: Wann heize ich durch unüberlegte Sätze die Gesprächs-Atmosphäre auf, weil ich dem anderen nicht richtig zugehört habe? Wann sorge ich leichtfertig durch vorschnelle Äußerungen oder Vermutungen für dicke Luft in meiner Umwelt? 

Ich versuche, meinen „Schadwort-Ausstoß” zu reduzieren und mehr „Wort-Mülltrennung” zu betreiben. Die „Gerüchte-Emissionen” und die besonders schädlichen „Vorurteils-Treibgase” will ich sogar auf null Prozent fahren. Je bewusster ich rede oder schweige, desto stärker trage ich zu einem deutlich spürbaren Klimawandel in meinen Begegnungen bei. Die dadurch eingesparte Energie will ich fürs bessere Hinhören verwenden – auch auf meine innere Stimme. Genug der Worte! Machen Sie doch einfach mit beim „Wort-Fasten”!