Randbemerkungen
Josef
Der Namenstag aller Josefs und Josefas, Sepperl, Pepi und so weiter ist der 19. März. Er wird besonders auch in Oberbayern begangen und ist hier manchmal noch ein "gefühlter" halber Feiertag. Die Vielzahl der Heiligen mit Namen Josef gehen alle auf den Pflegevater Jesu zurück. Josef heißt in der Übersetzung aus dem Hebräischen "Der Vermehrer". Er ist der Heilige des schweigenden Gehorsams und der gewissenhaften Pflichterfüllung. Als mächtiger Fürbitter und Helfer in allen Nöten wurde er zum Schutzpatron der ganzen Kirche (seit 1870), wie auch der einzelnen Familie und des werktätigen Volkes. Als Patron der Arbeiter wird seiner auch am 1. Mai gedacht.
In den zahlreich erschienenen Publikationen zu Heiligen ist zu lesen, dass die früheste Erwähnung des heiligen Josef sich im Martyrologium von Reichenau 850 findet. Seit dem 9. Jahrhundert nahm seine Verehrung immer mehr zu. Sie wurde besonders von Seiten der Franziskaner gefördert, durch den heiligen Bernhard von Clairveaux, die heilige Theresa von Avila und den heiligen Franz von Sales. 1479 führte der Franziskanerpapst Sixtus IV. sein Fest in der Kirche ein, 1621 wurde der Josefstag gebotener Feiertag, 1729 kam sein Name in die Allerheiligenlitanei.
In der Heiligen Schrift finden wir nur wenig über Josef. In ihr wird er als "gerecht" bezeichnet. Es gibt nur einige Stellen der Heiligen Schrift, in denen Josef eine Rolle spielt: bei der Herbergsuche und der Geburt Jesu, bei der Darstellung Jesu im Tempel, bei der Suche nach dem zwölfjährigen Jesu und der Auffindung im Tempel bei den Schriftgelehrten. Daneben sind Josef immer wieder Engel erschienen, die ihm den Willen Gottes mitgeteilt haben, zum Beispiel bei der Namensgebung Jesu und bei der Flucht nach Ägypten (Matthäus 2,13-15): "Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes."
Die Darstellungen des heiligen Josef zeigen ihn mit dem Jesuskind auf dem Arm, eine Lilienblüte in der Hand, mit Zimmermannswerkzeug oder Wanderstab. Man findet ihn in sehr vielen Kirchen Oberbayerns.
(aus Wikipedia)