Randbemerkungen
"Das himmlische Duo" ist bayerische Pflanze des Jahres
"Das himmlische Duo" ist bayerische Pflanze des Jahres
Der Bayerische Gärtnerei-Verband hat die Fächerblume in den Farben weiß-blau als "Pflanze des Jahres" ausgezeichnet. Die langblühende und insektenfreundliche Blume ist pflegeleicht und mit vielem kombinierbar. Nur Staunässe mag sie nicht.
Ein Sommer voller Leichtigkeit – das ist in Zeiten von Corona mehr als wünschenswert. Zumindest wird dieser Traum jetzt in Form einer Pflanze im Garten oder auf dem Balkon wahr. Ihren Favoriten unter den aktuellen Sommertrends haben die Bayerischen Gärtner zur "Pflanze des Jahres 2021" gekürt.
Die Wahl fiel auf die robuste und bienenfreundliche Fächerblume, auch unter ihrem botanischen Namen "Scaevola" bekannt. Gleich zwei neue Sorten – eine leuchtend weiße und eine blau-violette haben es den Gärtnern angetan. Und da die beiden bestens harmonieren, bieten die Gärtnereien sie nun zusammen in einem Topf an. Unter dem Namen "Das himmlische Duo" sind sie ab dem letzten April-Wochenende in über 250 beteiligten Mitgliedsbetrieben des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes erhältlich.
Die Blüten erinnern an Engelsflügel
Regierungspräsident Eugen Ehmann und der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Gärtnerei-Verbands Friedrich Reim stellten in der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim die Bayerische Pflanze des Jahres 2021 erstmals vor und tauften sie.
"Die Pflanze soll Lebensfreude transportieren und die Blüten erinnern an Engelsflügel", sagt Regierungspräsident und Taufpate Eugen Ehmann. "Phantasie und die Hinwendung zum Schönen, das brauchen wir in diesen Zeiten - das tut der Seele gut." Ehmann spricht von einem "der schönsten Termine des Jahres".
Insektenfreundlich und langblühend
Unzählige kleine Blüten, jede gefächert wie ein Engelsflügel, machen das Pflanzen-Duo zu einem Blickfang. Von weitem leuchtet uns die gesammelte Blütenfülle entgegen. Aus der Nähe betrachtet, faszinieren die filigranen Blüten jede für sich.
Und sie ziehen nicht nur die Menschen in ihren Bann. Bestäuberinsekten, allen voran Honig- und Wildbienen, tummeln sich gerne an den Blüten – das sei auch das Hauptkriterium der Jury des Bayerischen Gärtnerei-Verbands für die Fächerblume gewesen, betonte Gärtnermeister und Juryvorsitzender Kurt Scherdi.
Der Verband wolle in Bayern einen Beitrag dazu leisten, insektenfreundlichen Pflanzen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Gerade im eigenen Garten oder auch auf dem Balkon könne jeder Hobbygärtner etwas dafür tun, dass nützliche Insekten einen Lebensraum finden. Außerdem solle die "Bayerische Pflanze des Jahres" nicht nur neu und deshalb etwas Besonderes sein, sondern sie müsse auch robust und pflegeleicht sein, damit sie den ganzen Sommer durchblüht.
Auszüge aus "Darüber spricht Bayern" BR24 Newsletter – vom 21.04.2021; Mit freundlicher Genehmigung der Autorin