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Randbemerkungen

Datum:
Veröffentlicht: 11.12.23
Von:
Margrit Wegner; In: Pfarrbriefservice.de

Luciatag (13. Dezember)

Nie war das Licht
so wichtig wie jetzt,
da ich in Schweden lebe.
Ab November Schnee,
dazu die Kälte und die Dunkelheit –

Nie war das Licht so wichtig wie jetzt, da ich in Schweden lebe. Ab November Schnee, dazu die Kälte und die Dunkelheit – der Luciatag ist da für alle ein ersehnter Lichtblick. Alles sehnt sich nach Helligkeit und Wärme. Und mehr oder weniger heimlich träumen alle Mädchen davon, einmal selbst Lucia zu sein und mit der Kerzenkrone Licht und Freude zu verbreiten.

Die „echte“ Lucia soll von 286 bis 304 auf Sizilien gelebt haben. Sie starb als Märtyrerin, die ihren christlichen Glauben nicht aufgeben wollte. Eine Konfirmandin, Meri, hat mir erklärt, was es mit den Kerzen auf sich hat: „Weil sie Essen zu Gefangenen in die dunklen Gefängnisse gebracht hat, brauchte sie beide Hände zum Tragen, um so viel Essen wie möglich mitbringen zu können. Und sie musste ja auch sehen können.“

Auch heute kommt Lucia in der Dunkelheit, in einem weißen Kleid und natürlich mit Kerzen. Meri und ihre Klassenkameraden werden morgens um fünf ihren Klassenlehrer wecken und vor seiner Tür Lucialieder singen. Für das Essen muss er dann allerdings selber sorgen: Er muss die Klasse zu Glögg und Lussekatter, dem traditionellen Safrangebäck, einladen, damit dann alle gemeinsam gestärkt zum großen Luciagottesdienst in der Schule gehen können.