Randbemerkungen
„Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!”
wie dich selbst“,
ist eines der Kernstücke der christlichen Ethik
und findet sich sowohl im Alten Testament
(z.B. Lev 19,18) wie im Neuen Testament
(z.B. Matthäus 22,39).
– Wie kann, wie darf ich das verstehen?
Das Gebot „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“, ist eines der Kernstücke der christlichen Ethik und findet sich sowohl im Alten Testament (z.B. Lev 19,18) wie im Neuen Testament (z.B. Matthäus 22,39). Es setzt die Liebe zum Nächsten in ein Verhältnis mit der Liebe zu sich selbst und unterstreicht, dass beide Formen der Liebe nicht nur untrennbar miteinander verbunden sind, sondern sich wechselseitig bedingen.
Selbstliebe im christlichen Kontext
Selbstliebe wird oft missverstanden als Selbstzentriertheit oder Egoismus. Im christlichen Verständnis jedoch bedeutet Selbstliebe, sich selbst als Geschöpf Gottes zu erkennen und zu schätzen. Es impliziert einen respektvollen und fürsorglichen Umgang mit sich selbst, der aus dem Bewusstsein der eigenen Würde und des eigenen Wertes entspringt, der uns durch Gott geschenkt wurde. Selbstliebe in diesem Sinne ist die Basis, von der aus wir anderen Menschen in Liebe begegnen können.