Ostern – Das Fest des Lebens. Das Fest der Freude.

Gemeindereferentin Isabelle Stablo schreibt zum Osterfest
Diese Frage müssen sich die Frauen gefallen lassen, die am Ostermorgen in aller Frühe zum Grab Jesu gehen. Sie kommen in Trauer und Schmerz, mit der Erfahrung von Tod und Leid, erschüttert darüber, dass das Leben des Gottessohnes so grausam zu Ende ging. Tod. Ende. Aus und vorbei. Gähnende Leere. Nichts. Selbst das Lebenslicht dessen, der die Liebe Gottes leibhaft verkündete, ist erloschen. Er, von dem sie glaubten, dass er die leibhaftige Liebe Gottes sei, ist gestorben. Sollte das alles gewesen sein? Sie haben den Kreuzestod ihres Herrn miterlebt. Natürlich suchen sie ihn bei den Toten.
Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? (Lk 24,5b)
Diese Frage müssen sich die Frauen gefallen lassen, die am Ostermorgen in aller Frühe zum Grab Jesu gehen. Sie kommen in Trauer und Schmerz, mit der Erfahrung von Tod und Leid, erschüttert darüber, dass das Leben des Gottessohnes so grausam zu Ende ging. Tod. Ende. Aus und vorbei. Gähnende Leere. Nichts. Selbst das Lebenslicht dessen, der die Liebe Gottes leibhaft verkündete, ist erloschen. Er, von dem sie glaubten, dass er die leibhaftige Liebe Gottes sei, ist gestorben. Sollte das alles gewesen sein? Sie haben den Kreuzestod ihres Herrn miterlebt. Natürlich suchen sie ihn bei den Toten.
Aber kann die Liebe Gottes sterben? Gibt es etwas, was die liebevolle Hinwendung Gottes zu uns Menschen zum Erlöschen bringt? Die klare Antwort von Ostern lautet: Nein. Nicht einmal der Tod kann sie bezwingen.
Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. (Lk 24,6a)
Der Gekreuzigte lebt. Er, der die äußerste Finsternis des Todes aus Liebe durchlitten hat, ist nicht im Tod geblieben. Er hat den Tod ein für alle Mal bezwungen. Er hat das Tor zum Leben geöffnet, die Grenze überschritten, die kein Mensch aus eigener Kraft überschreiten kann. Seine Liebe ist stärker und mächtiger als alles Lebensvernichtende. Er ist der Erlöser, der Sieger über den Tod, unser Retter.
Was sucht ihr also den Lebenden bei den Toten? Diese Frage müssen auch wir uns gefallen lassen, wenn wir in den Nächten des Lebens, in den Finsternissen dieser Welt und in der Erfahrung von Tod und Leid gefangen sind. Glaubt doch: Er hat euch ein neues Leben eröffnet, dürfen wir uns dann sagen lassen. Traut ihm! Er will euch wahres Leben schenken; Leben, an das die Schrecken des Todes nicht mehr herankommen. Er hat euch erlöst. Eure Erlösung hat bereits begonnen, und sie will jeden Tag mehr verwirklicht werden. Denn Ostern ereignet sich immer dort, wo wir dem Leben mehr trauen als dem Tod, dort, wo wir es wagen, den Blick vom Grab auf die Herrlichkeit des Lebens zu wenden. Das Fest der Auferstehung geschieht dort, wo wir das Unmögliche für möglich halten und bereit sind, unsere eignen engen Grenzen zu überschreiten. Das Fest des Lebens vollzieht sich dort, wo wir Gott alles zutrauen, auf ihn unsere ganze Hoffnung setzen und uns von seiner Liebe verwandeln lassen. Das ist dann wahrlich ein Fest. Das ist Grund zur Freude. Das ist die Freude unseres Glaubens.
Dass wir aus dieser Freude leben und österliche Menschen sind, wünsch ich Ihnen und uns allen!