Ostergrüße
von Pfarrer Marcel Jungbauer
Liebe Gemeindemitglieder,
an Ostern feiern wir, was viele von uns sich so sehr wünschen: Hinaus gehen können in ein freies, ein friedliches, ein helles Leben. So wie es auf dem Bild dargestellt ist.
An Ostern feiern wir, dass die schweren Steine weggerollt werden, die das Leben niederdrücken und die Seele im Dunklen halten. Es gibt viele dieser schweren Steine in unserer Zeit. So lange hatten uns die Corona-Beschränkungen eingeschlossen. Die Pandemie hat uns den Bewegungsfreiraum genommen. Manche haben sich wirklich wie in einer Gruft gefühlt. Jesus Christus öffnet alles, was verschlossen ist und führt ins Weite. Auch für uns soll das Wahrheit werden und es wird - Gott sein Dank - schon Wirklichkeit. Wir werden wieder Feste feiern, ein Fest der Auferstehung.
Auch die andere Grabplatte wird Jesus Christus wegschieben. Der Krieg in der Ukraine betrifft uns. Neue Ängste halten uns gefangen. Viele blicken mit Sorge auf die wirtschaftliche Entwicklung. Vor allem denken wir an die Menschen in der Ukraine, die jeden Tag der Gewalt ausgesetzt sind. In U-Bahnschächten suchen Mütter mit ihren Kindern Zuflucht vor den Einschlägen. Auch ihre Nöte hat Jesus Christus geteilt, auch ihren Weg geht er mit. Auch für sie öffnet er die ver-schlossene Grube wieder, damit sie hinausgehen können in ein Leben in Frieden. Diese Hoffnung feiern wir an Ostern und bitten Gott, dass er Versöhnung wachsen lässt.
Selbst für alle, denen diese Welt keine Zukunft mehr gibt, für unsere Toten hat Jesus eine gute Nachricht. Er hat die Fesseln des Todes zerrissen und geht aus der Nacht des Todes in einen neuen Morgen des Lebens. Das feiern wir an Ostern. In dieser Hoffnung dürfen wir die Schritte gehen, die vor uns liegen. Jesus Christus, geht mit uns, wie auf dem Bild auf der Titelseite.
Ein gesegnetes Osterfest mit befreienden Erlebnissen wünscht
Ihr Pfarrer Marcel Jungbauer