Zum Inhalt springen

Ort der Hoffnung durch Gemeinschaft im Leid

Baum der Hoffnung
Datum:
Veröffentlicht: 2.3.25
Von:
Lui Kern
Gedanken und Gedenken zum Kriegsbeginn

Ort der Hoffnung durch Gemeinschaft im Leid

Zu einem Ort der Hoffnung wurde für viele Ukrainerinnen und Ukrainer das Ukrainecafe in St.Heinrich in Erlangen, das seit April 2022 alle 14 Tage zur Begegnung und Austausch mit Landsleuten und Erlangern einlädt. Gemeinsam verbringen wir aber nicht nur entspannte Stunden, wir begehen auch die schweren Tage wie z.B. die Jahrestage zum Gedenken an den Kriegsbeginn, zuletzt jetzt am 23.02.2025, als wir zu einer Feier in unsere Kirche einluden.So gedachten wir im Gebet der vielen Opfer dieses sinnlosen Krieges und der Menschen und tapferen Soldaten, die im Land in Angst und ständiger Bedrohung durchhalten.

Damit unsere Gäste auch ihr Leid bildlich vor Gott bringen können, luden wir sie zu verschiedenen Stationen ein. Am Kreuzifix mit der Möglichkeit, Opferkerzen zu entzüngen, war Raum für das stille Gebet. Der Krug der Tränen sammelte die aufgeschriebenen Bitten, "denn Gott sind deine Tränen nicht gleichgültig. Psalm 56." Und wir richteten unseren Blick nach vorne, denn "wir spüren, solange wir Hoffnung haben, haben wir Zukunft. Die Hoffnung macht uns groß. Sie gibt uns ein Ziel und unseren Anstrengungen einen Sinn." Und so schmückten wir gemeinsam einen Baum der Hoffnung mit dem, das uns in diesen schweren Zeiten Hoffnungsstrahlen schenkt. Den persönlichen Zuspruch und Gottes Segen spendete jedem einzelnen oder als Paar oder Familie unser leitender Pfarrer Marcel Jungbauer, der unsere Feier begleitete.

Für viele unserer Gäste steht unser friedliches Alltagsleben hier in Deutschland und das unsägliche Leid in ihrer Heimat in einem schier unüberwindlichen Gegensatz. So ist es gut, wenn es immer wieder Brücken gibt, die diese Welten verbinden und Trost und Kraft spenden.

Seit kurzem ist unser Ukrainecafe nebst Baum der Hoffnung in die "Liste der Hoffnungsorte" auf der Homepage des Erzbistums Bambergs aufgenommen.