Ökumenischer Weltgebetstag der Frauen

Wie viele Brote habt ihr?

Zum ökumenischen Weltgebetstaggottesdienst
am Freitag, den 4. März 2011 um 19.15
Wie viele Brote habt ihr?
Der Weltgebetstag 2011 kam aus „dem letzten Winkel der Welt“, wie die Chileninnen und Chilenen selbst ihr Land nennen. Es ist ein Land der extremen Gegensätze und das sowohl geographisch, als auch politisch, ökonomisch und gesellschaftlich. Das schwere Erdbeben in Chile Anfang 2010 hat den Menschen ganz konkret vor Augen geführt: Wir müssen das, was wir haben, solidarisch teilen!
Und so geht dieser WGT mit der Titelfrage „Wie viele Brote habt ihr?“ sogleich „zur Sache“: Ihr Christinnen und Christen weltweit – was habt ihr zu bieten? Was tut ihr gegen den Hunger in der Welt? Was und wo sind eure Gaben / eure Fähigkeiten, die ihr teilen und einsetzen könnt dort, wo sie gebraucht werden? So direkt ist uns schon lange kein Weltgebetstag mehr „zu Leibe gerückt“. Wie in der Gottesdienstordnung vorgesehen, haben wir die Gaben und Fähigkeiten aller Teilnehmenden im Gottesdienst aufgeschrieben, in Körben gesammelt und auszugsweise am Altar verlesen. „Wie viele Brote hast DU?“ „Was kannst DU teilen?“ Zeit, Geld, Talente, Arbeitskraft, die Gabe zuzuhören, Tränen zu trocknen, dem Leben einen Sinn zu geben, Not zu lindern? „Jeder Mensch kann etwas teilen. Niemand ist so arm, dass er oder sie nichts mehr geben kann und niemand ist so reich, dass er oder sie nichts mehr annehmen kann“,
Wie viele Brote habt ihr? fragte Jesus seine Jünger, die ratlos vor den 5.000 Hungrigen standen und ermutigte sie zum gesegneten Teilen der geringen Brotvorräte. Und alle wurden satt. Diese Mutmachgeschichte aus dem Markus-Evangelium stellten die Weltgebetstagsfrauen in den Mittelpunkt ihres Gottesdienstes. Und auch wir teilten als Höhepunkt das Brot miteinander, das in Körben am Anfang des Gottesdienstes auf den Altar gestellt wurde und auf das während der gesamten Liturgie auf vielfältige Weise Bezug genommen wurde.
Wir erlebten und feierten einen intensiven Gottesdienst, in dem mancher Teilnehmerin wieder bewusst wurde, was sie an Fähigkeiten hat, wofür sie danken und was sie teilen kann!
Nicht zu vergessen: die „Los Cravallos“! Die wunderbaren Liedtexte und Melodien der Gottesdienstordnung wurden von Ihnen so mitreißend interpretiert, dass die ganze Gemeinde zu einem jubelnden, vielstimmigen Chor wurde, der gar nicht mehr aufhören wollte zu singen. Herzstück war das Lied „Ich danke dem Leben“ – „Gracias a la Vida“ – so hinreißend vorgetragen, dass wir alle Gänsehaut bekam.
Bei einem guten Gespräch und feinen Leckereien klang der Abend im Pfarrsaal aus.


