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IMPULS DES TAGES

Corona
Datum:
Veröffentlicht: 27.3.20
Von:
Dominik Stehl

Dein Wille geschehe!?

Dein Wille geschehe!?: Einer der am Häufigsten gebeteten Sätze und nur selten bleiben wir wohl so daran hängen, wie in diesen Tagen. Denn es ist einfach etwas zu beten, das mich ja nicht betrifft: weil es mir gut geht, weil ich gesund bin und genug zu essen habe.

Einer der am Häufigsten gebeteten Sätze und nur selten bleiben wir wohl so daran hängen, wie in diesen Tagen. Denn es ist einfach etwas zu beten, das mich ja nicht betrifft: weil es mir gut geht, weil ich gesund bin und genug zu essen habe.

Aber was ist, wenn es mich plötzlich doch betrifft?
Wenn die sonst oft so beiläufig gesprochenen Worte plötzlich wirklich zu meinen Worten werden? Dann wird ein Gebet wirklich ernst und das Erbetene etwas Notwendiges.

Dann wird auch der, zu dem ich bete zu jemandem, von dem ich glaube, dass er meine Not auch wirklich wenden kann.
Und dann ist es gut und trostreich, wenn es nicht ein rachsüchtiger und strafender, sondern ein liebender und verzeihender Gott ist, der vor allem in den schweren Abschnitten meines Lebens an meiner Seite ist. Ihm darf ich meine Klage vortragen, ihm darf ich meine Ängste und Sorgen sagen und darauf vertrauen, dass sein guter Wille letztlich auch zum Guten führen wird.

Glaube und Gebet sind jedoch keine Zauberei, die alle Nöte wegnimmt und alle Wolken in Sonnenschein wandelt. Aber sie können ein Trost sein, dass ich nicht alleine bin, dass ich trotz Not noch hoffen darf, weil Gott mich liebt und an meiner Seite ist.

Von so einem Gott, der wie ein guter Vater oder eine gute Mutter für uns ist, hat uns Jesus erzählt. Und Jesus weiß wovon er da spricht, denn niemand kennt diesen Gott so sehr wie er. Und so wird auch das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat zu einer Zusage Gottes selbst.

Jesus hat uns gezeigt, dass der Wille Gottes auch aus größter Kreuzesnot noch zur Auferstehung führen kann. Selbst wo wir Menschen keine Hoffnung mehr sehen können, dürfen wir mit Gott noch hoffen.

Besonders in Tagen der Unsicherheit und Angst, der Trauer und Not sollen die Worte Jesu im Vaterunser wirklich unsere Worte werden, die Bitten zu unseren Bitten, Jesu Vertrauen zu unserem Vertrauen. Mit Jesus dürfen wir dann beten und uns ganz in das Erbarmen Gottes fallen lassen: Dein Wille geschehe.