IMPULS DES TAGES

“Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – so lautet ein bekannter Spruch, der gerade in Zeiten benutzt wird, wo es recht hoffnungslos ausschaut.
„Unser Hoffnungsträger“!
“Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – so lautet ein bekannter Spruch, der gerade in Zeiten benutzt wird, wo es recht hoffnungslos ausschaut.
Nach drei Wochen Kiga- und Schulschließung und zwei Wochen Ausgangsbeschränkungen taucht in der öffentlichen Diskussion immer häufiger die Frage nach dem Exit, dem Ausstieg aus den bisherigen Regelungen und Verhaltensmaßnahmen auf. Ich halte diese Diskussion und Forderungen ja für verfrüht, da sie in meinen Augen ein Zeichen zunehmender Ungeduld sind und somit das Gegenteil von einer gewissen, verantwortbaren Gelassenheit und hilfreichen Ruhe. Darüber hinaus könnten dadurch auch falsche, nicht realistische Hoffnungen geweckt werden.
Freilich spüren inzwischen viele Menschen die schmerzlichen Einschnitte der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen immer deutlicher und stärker; und die zwischenmenschlichen Konsequenzen, z.B. die Kontaktsperren in den Senioren-und Pflegeheimen, sowie die finanziellen Folgen und Sorgen - vor allem für kleine, mittelständische Betriebe und viele Arbeitnehmer/innen - werden immer umfassender und größer.
Wir leben zwischen Unsicherheiten, (noch) zu wenig konkreten wissenschaftlichen Erkenntnissen, Ratlosigkeit und auch einer gewissen Hilflosigkeit auf der eine Seite und Hoffnungen auf positive Veränderungen, ja Hoffnungsschimmern, Sehnsüchten und Erwartungen auf der anderen Seite.
Das „Prinzip Hoffnung“ jedoch ist für unser Leben und für unsere Zukunft wichtig, denn Hoffnung verändert unser alltägliches Leben und zeigt neue Möglichkeiten, Alternativen auf!
Hoffnungszeichen in dieser Krisenzeit sind all die „Service-Angebote“, die inzwischen entstanden sind, all die hilfreichen Initiativen, die von einem mitmenschlichen, nächstenliebenden Mit- und Füreinander geprägt sind. Nachbarn denken aneinander und sorgen füreinander; Jugendliche bieten älteren Menschen ihre Unterstützung an, z.B. durch einen „Einkaufs-Service“, wie in unseren Gemeinden; Menschen greifen zum Telefon, um die sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten; neue Notruf-Telefonseelsorge-Angebote im Dekanat wollen einsamen Menschen Trost schenken, Menschen danken einander und beten für einander …
All diese und weitere Beispiele sind:
Hoffnungszeichen, die Nächstenliebe konkret spürbar und erlebbar werden lassen!
Hoffnungszeichen, die Jesu Frohe Botschaft in die Tat umsetzen!
Hoffnungszeichen, die (neues) Leben ermöglichen und Mut machen!
Aus den biblischen Erzählungen wissen wir: Jesus hat durch sein Wort und seine Taten vielen kranken, einsamen und verzweifelten Menschen Hoffnung geschenkt und ihnen so neues Leben ermöglicht. Jesus ist für uns Christen auch heute „unser Hoffnungsträger“, auf den wir setzen und dem wir vertrauen!
In der unmittelbar vor uns liegenden Karwoche könnte das deutlich werden, wenn wir sein Leben, Tod und Auferstehung ganz besonders in den Blick nehmen.
Die Palmbuschen vom Palmsonntag, die Sie auch dieses Jahr in unseren Kirchen finden, sind ein Ausdruck unserer christlichen Hoffnung und unseres Vertrauens auf Gottes Hilfe!
Und in diesem Sinne halten wir auch unsere Kirchen täglich offen:
offen für die Menschen, die in diesem Jahr zwar nicht in einer Palmprozession gemeinsam einziehen können, die aber einzeln zum Gebet oder zum Innehalten kommen können, die ein Licht entzünden können, die im Vertrauen auf den „Hoffnungsträger Jesus“ neue Kraft und Hoffnung schöpfen können! …
Ihr Pastoralreferent Leo Klinger