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IMPULS DES TAGES

Vertrauen
Datum:
Veröffentlicht: 15.5.20
Von:
Dominik Stehl
Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

Ihr seid meine Freunde                                                                                 

Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.   
Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.         
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.           
Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles gebe, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.      
Dies trage ich euch auf: Liebt einander! (Joh 15,12-17)

Im Evangelium für den heutigen Tag steckt viel von der Botschaft Jesu an uns.  
Vor allem den Satz „Ihr seid meine Freunde“ finde ich sehr bemerkenswert. Damit ist ja nicht gerade das klassische Verhältnis von Gott zu Mensch beschrieben, sondern etwas radikal Neues und größeres.

Wir sind für Gott – für Jesus wichtig, nicht beliebig oder austauschbar, denn Freunde kann und will man nicht austauschen. Wir sind auch nicht das Produkt eines Zufalls der Geschichte, denn Jesus sagt „ich habe euch erwählt“.         
Wir alle, jeder von uns ist von Gott persönlich als Freund erwählt, und Gott selbst gibt sein (ewiges) Leben für uns. So können wir Frucht bringen, das heißt leben aus der Fülle für uns selbst und darüber hinaus, wenn wir andere an diesem Leben in Fülle teilhaben lassen und diese erlösende Botschaft verbreiten.

Dazu gibt uns Jesus noch die wunderbare Zusage, dass der Vater uns in seinem Namen beistehen wird.

Wir dürfen und sollen bitten, aber nicht mehr als Knechte, die als niedere Bittsteller um Almosen betteln, sondern als Freunde, die voller Vertrauen und im Bewusstsein geliebt zu werden ihren Vater im Himmel anrufen.

In diesem Vertrauen dürfen wir auch in schweren Zeiten auf Gott hoffen. Wenn die Herausforderungen des Lebens unüberwindbar, und alle Hoffnung verloren scheint: In Jesus ist mein ältester Freund an meiner Seite, der mich seit meiner Kindheit kennt und begleitet, der mich liebt und niemals alleine lässt.

Gehen wir in diesem Vertrauen in die kommende Zeit, die klassisch für Bittgänge und –Prozessionen genutzt wurde. Und wie wir mit einem guten Freund auch die höchsten Mauern überwinden können, so werden wir auch die aktuelle Lage sicher überstehen.