IMPULS DES TAGES

„Ich möcht´dass einer mit mir geht, der´s Leben kennt, der mich versteht“
Diese Textzeile gehört zu einem Neuen Geistlichen Lied (Cantate 213), und sie geht mir heute am Fest Fronleichnam besonders im Kopf herum.
Da kommt eine Sehnsucht zum Ausdruck, die wir Menschen doch wohl so manches Mal in uns tragen.
Nicht alleine zu sein auf den Wegen des Lebens.
Schöne Sonnentage unseres Lebens sind doch noch mal umso lebenswerter, wenn wir sie mit jemandem verbringen können, und andersherum, Momente der Dunkelheit sind manchmal besser auszuhalten, wenn da jemand ist, der all das mit uns trägt.
Wenn wir ernst und in unser Herz nehmen, was wir heute an Fronleichnam feiern, dann, so glaube ich, können wir einen Ort finden, an dem diese Sehnsucht ein Zuhause finden kann.
Jesus Christus, dessen Geburt im Matthäusevangelium mit dem Namen Immanuel angekündigt wird, kann dieses Zuhause sein.
Jesus, Immanuel – der Gott mit uns.
Diesen Glauben tragen wir traditionell an Fronleichnam auf die Straßen.
In diesem Jahr ist es nicht möglich, aber dennoch zu feiern, dass dieser Jesus Christus auf meinen Wegen, in meinem Leben wirklich da ist, das schon und vielleicht umso mehr in diesem Jahr!
Denn er ist Gott mit uns.
- Gott mit uns – da wo wir das Leben selber nicht verstehen
- Gott mit uns – der auch im Schweren zu uns steht
- Gott mit uns – der uns Kraft und Trost im Heiligen Geist schenkt
- Gott mit uns – weil er eben das Leben kennt und jeden einzelnen von uns
- Gott mit uns – weil er uns liebt.
Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir dieses Mitgehen Gottes in unserem Leben vielleicht besonders heute an Fronleichnam spüren, dass wir unser Herz neu anrühren lassen von der Verheißung, dass er da ist und ganz besonders, wo diese Sehnsucht in uns glüht „Ich möcht´dass einer mit mir geht, der´s Leben kennt, der mich versteht“.