IMPULS DES TAGES

Ein Navi für meinen Lebensweg
Mein Orientierungssinn ist quasi nicht vorhanden. Ich schaffe es regelmäßig mich zu verlaufen oder zu verfahren. Wie gut, dass es Navigationsgeräte gibt. So ein Navi hat mich schon aus der ein oder anderen Situation gerettet, als ich mir grade noch sicher war, dass ich richtig bin und 2 Minuten später feststellen musste, dass ich keine Ahnung mehr habe, wo ich mich gerade befinde und wo ich lang muss. Ohne Navi wäre ich aufgeschmissen.
Vor allem nachts ist das mit meiner Orientierung ganz schlimm. Gut, dass es das Navi gibt, das mir den Weg weist und dabei sogar noch berechnet, wie lange ich bis zu meinem Ziel brauche. Ab und an – besonders auf längeren Strecken – warnt ein Navi vor Staus oder anderen Beeinträchtigungen auf der Fahrbahn. Es bietet uns dann oft eine alternative Route an.
Wäre es nicht praktisch, wenn es so ein Navi auch für meinen Lebensweg gäbe? Ein Navi, das mir sagt welchen Weg ich gehen muss und das mich ohne Umwege an mein Ziel bringt. Das ankündigt, wenn eine schwere Situation kommt und mir eine Umgehung anbietet.
Klingt verlockend, nicht wahr?
Sicher hätte es so manche Wege in meinem Leben gegeben, die ich mit so einem Navi umfahren hätte.
Aber ist es wirklich gut allen Schwierigkeiten und Problemen, die das Leben so mit sich bringt aus dem Weg zu gehen?
Sind nicht genau das die Situationen, an denen wir am meisten wachsen?
Jedes noch so große Hindernis bringt uns irgendwie auch weiter. Klar, angenehm ist das nicht. Ganz im Gegenteil!
Aber hätte ich manche Hindernisse umfahren, hätte ich einige tolle Aussichtspunkte und Strecken auf meinem bisherigen Lebensweg verpasst.
Die Strecke bleibt nie gleich. Wenn ich auf der Autobahn fahren möchte, muss ich dort erst irgendwie hinkommen. Und selbst die Autobahnen sind nicht immer in einem optimalen Zustand.
Ich bin mir sicher, dass die Strecke in meinem Leben nicht so bleibt, wie sie grade ist. In keinem Leben ist das so.
Aber wir dürfen uns sicher sein, dass nach jeder noch so holprigen Straße wieder ein toller Aussichtspunkt und eine angenehme, ja schöne Strecke kommt.
Und egal ob wir uns gerade auf einem steinigen, schlaglochübersäten Feldweg oder auf einer schnurgeraden Autobahn befinden, Gott ist bei uns. Er steigt nicht aus, nur weil die Fahrt gerade holpert und nicht besonders angenehm ist. Er sitzt neben uns und sorgt dafür, dass wir sicher an unserem Ziel ankommen. Er kennt den Weg.