IMPULS DES TAGES

Der Krieg ist vorbei – Europa entsteht neu – in der Hoffnung auf Frieden!
Nachdem wir gestern „75 Jahre Kriegsende“ begehen konnten und heute der „Europatag 2020“ im Kalender steht, lohnt sich ein kurzer Blick in die Geschichte.
Auch ist ein Dank für alles, was sich in den letzten Jahrzehnten an Gutem, Hilfreichem und Wertvollem in Europa entwickelt hat – vor allem ein Dank für den Friedensprozess, für die Entstehung der Demokratien und für das friedliche Miteinander der Völker (bei allen Einschränkungen) angesagt; und schließlich natürlich auch die Bitte an Gott um seinen Segen für die Zukunft, die angesichts mancher aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignisse (dazu zählen auch die Corona-Pandemie und ihre Folgen) nicht nur rosig und optimistisch ausschaut.
Vor 75 Jahren ging der 2. Weltkrieg, der für viele Völker und für Millionen von Menschen Leid und Tod, Verfolgung und Not mit sich brachte, endlich zu Ende!
Die nationalsozialistische Schreckensherrschaft, die Diskriminierung und Verfolgung von bestimmten Gruppen und Rassen, die Angst vor weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen, vor Bedrohungen und Zerstörungen fand ein Ende. Deshalb bezeichnete der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker in seiner sehr bemerkenswerten Rede zum 40.Jahrestag diesen 8.Mai 1945 als „einen Tag der Befreiung“.
Inzwischen gibt es immer weniger Zeitzeugen, die uns aus dieser Zeit ihre Erinnerungen und Erlebnisse schildern können; dennoch gilt es nach wie vor, sich all dessen zu erinnern und aus der Geschichte zu lernen:
- zu lernen, wie sehr sich die Völker und die Menschen - nach diesem zerstörerischen, grausamen Krieg - nach Frieden und Versöhnung sehnten,; zu lernen, wie Staatsmänner aufeinander zu gingen und ehemals verfeindete Länder neu Kontakt zueinander aufnahmen;
- zu lernen, wie aus einer überzeugenden, grenzüberschreitenden Idee und den Mut von einigen Politikern sich seit dem 9. Mai 1950 (sog. „Schuhmann-Erklärung“) aus einer kleinen Runde von Staaten schließlich die Europäische Union entwickelte - deswegen feiert Europa auch seit 1985 diesen Tag als „Europatag“!
Natürlich – das merkten auch die Generationen von 1950 bis heute – ist der Friede untereinander ein wertvolles, aber auch zerbrechliches Gut, für das es immer wieder und allerorten einzutreten gilt, für das es auch zu beten und Gott zu bitten gilt:
Vater im Himmel, wir verbinden uns mit unseren Schwestern und Brüdern in Europa. Jesus, Dir danken wir für die Jahre des Friedens und bringen unseren Kontinent und unsere Welt vor Dich, denn Du gibst uns Wurzeln und Werte, Kraft und Hoffnung.
Jesus Christus, Du bist der Weg:
Wir bitten Dich inmitten von Gewalttaten und Ungerechtigkeit, dass Mitmenschlichkeit und Frieden wachsen, und durch den Weg der Versöhnung die Welt ständig erneuert wird.
Jesus Christus, Du bist die Tür:
Wir bitten Dich, öffne uns Türen, dass unsere Gemeinschaften und Kirchen, unsere Völker und Kulturen, in ihrer Vielfalt geeint werden - durch Deine grenzenlose Liebe.
Jesus Christus, Du bist das Licht der Welt:
Durchdringe alle Dunkelorte Europas und der ganzen Welt mit Deinem heilsamen Licht des Evangeliums, dass wir uns alle in Deinem Licht sehen und so Leben gestalten.
Jesus Christus, Du bist der gute Hirte:
Lege Deine starken Arme um unsere zerrissene Welt: Bringe zusammen, was auseinander triftet, verbinde die Verwundeten, behüte die Flüchtenden.
Jesus Christus, Du bist das Brot und das Wasser des Lebens:
Nähre alle, die Hunger und Durst haben nach Brot, Leben, Freiheit. Hilf uns, mit den Gütern und Geldern der Erde so umzugehen, dass alle satt werden.
Jesus Christus, Du bist die Auferstehung und das Leben:
Wir bitten dich, lass die Kraft der Auferstehung in uns und allen Menschen wirksam werden und diese Welt hin zum Guten verwandeln.