IMPULS DES TAGES

„Gottes gute Schöpfung erfahren“
oder noch besser: “Gottes gute Schöpfung erlaufen!“
Etwas, was bei allen Einschränkungen und Begrenzungen aufgrund der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen dennoch stets erlaubt war, ist das Spazieren gehen.
Sich an der frischen Luft zu bewegen – egal, ob mehr oder weniger sportlich, ob langsam oder schnell – ist wohl eine der besten Maßnahmen gegen dieses unberechenbare Virus (solange man nicht in einem Pulk oder dichtgedrängt in einer Gruppe unterwegs ist).
Ja, Spazierengehen, draußen unterwegs zu sein, ist eine von Virologen und Politikern immer wieder empfohlene Tätigkeit, die dem Immunsystem gut tut und für den Einzelnen wie auch für Paare oder Familien bestens geeignet ist. (Vielleicht waren oder sind Sie ja auch öfters und gerne in Gottes freier Natur unterwegs?!)
Zudem schadet diese Art der Fortbewegung - ebenso wie das Fahrradfahren - in keinster Weise der Umwelt und unserer Natur, die in diesen Wochen gerade wieder frisch ergrünt und neu aufblüht. Sie kennt nämlich keinen „shutdown“, keinen Stillstand – im Gegenteil: wir erleben derzeit, wie die Wiesen alle frisch und saftig da stehen, wie die Bäume blühen und die Blumenpracht zunimmt; wir erleben Aufbruch und neues Leben in der Natur, auf Feld und Flur – und natürlich im eigenen Garten daheim (glücklich, wer einen solchen hat!)
Ja, spazieren gehen ist erlaubt – nur leider nicht in großen Gruppen!
Denn sonst könnten wir an diesem Wochenende, an diesem Sonntag auch unseren traditionellen Bittgang von Xystus über Steudach und Häusling nach Kosbach gehen, um dort im Freien einen großen Familiengottesdienst miteinander zu feiern.
Am Sonntag können Sie sich jedoch zumindest einen virtuellen Bittgang auf Video anschauen (siehe unsere Homepages!) oder noch besser: Sie werden selbst aktiv und erlaufen als Familie, als Paar oder Einzelne/r Gottes gute Schöpfung (nachdem Sie sich das Video angeschaut und Anregungen für unterwegs mitgenommen haben).
Unterwegs, sozusagen auf dem Weg und auch am Rande des Weges lässt sich in Gottes freier Natur so manches finden; vor allem, wenn man mit offenen Augen und Ohren, ja mit allen Sinnen unterwegs ist – die kleinen Kinder machen es uns vor: besondere Steine oder Pflanzen, Käfer oder Schnecken, Blumen und Bäume – und wenn wir Pause machen und unseren Blick nach oben richten, können wir vielleicht dahinziehende Wolken oder die strahlende Sonne sehen. Auch Unscheinbares wird manchmal ganz besonders wichtig, faszinierend und wertvoll, wenn man es mit neuen Augen betrachtet …
Wie der heilige Franziskus in seinem „Sonnengesang“ (wer will, kann gleich mal „googeln“) die Schöpfung und dahinter Gott, den Schöpfer, lobt und preist, so können auch wir beim Gehen oder bei einer Pause, evtl. auch an einer kleinen Kapelle oder einem Kreuz am Wegesrand Gott Danke sagen für alles Gute, was er uns im Leben schenkt, und wir können ihm auch – genau das machen wir ja bei jedem Bittgang – unsere Bitten und Anliegen sagen: all das, was uns gerade auf dem Herzen liegt, was uns in Zeiten von Corona beschäftigt und bedrückt …
Machen wir uns also auf den Weg, Gott ist mit uns und begleitet uns – auch draußen in der Natur!
Viel Freude beim Spazieren gehen, beim Wandern oder Laufen!
Ihr Pastoralreferent Leo Klinger