IMPULS DES TAGES

Ist Ihr Leben bisher gerade verlaufen?
Oder gab es da viel eher die eine oder andere Abweichung, vielleicht auch Irrwege und Sackgassen,
Kreuzungen, die Entscheidungen abverlangt haben, neue Wege, die eingeschlagen wurden,
ausgetretene Trampelpfade oder unübersichtliches Gelände?
„Gerade“ fühlt sich unser Leben wohl nur sehr selten an, aber in der heutigen Lesung können wir im Buch Jesaja lesen (Jes 26, 7-9a.12a):
Der Pfad des Gerechten ist Geradheit, / gerade ist die Bahn des Gerechten, die du ebnest.
Fürwahr, auf dem Pfad deiner Gerichte, HERR, / haben wir auf dich gehofft.
Deinen Namen anzurufen und deiner zu gedenken, / ist der Seele Verlangen.
Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht, / auch mein Geist in meinem Innern ist voll Sehnsucht nach dir.
HERR, du wirst uns Frieden schaffen.
Wo unser Leben ungerade verläuft, vielleicht sogar in Schieflage geraten ist, da ist unsere Hoffnung Gott, der Herr.
Seine Gerechtigkeit, seine Hinwendung zu uns Menschen, daran glaube ich fest,
ist größer und stärker, als es unser Herz manchmal meint.
Seine Gerechtigkeit vermag zu ebnen, zu glätten, dort, wo wir uns verirrt und verrannt haben,
dort, wo die Wogen unseres Herzens zu hoch schlagen, wo die Pfade in unserem Leben durcheinander laufen.
Denn er, der Herr, wird Frieden schaffen, auch meinem Inneren, meiner Seele Verlangen.
Deinen Namen anzurufen und deiner zu gedenken, ist der Seele Verlangen.
Rufen wir nach unserem Herrn,
auf jeder Bahn, „gerade eben“ oder völlig auf dem Kopf
und setzen wir unsere Hoffnung auf ihn, wie der Beter in Jesaja.