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IMPULS DES TAGES

Kindergarten
Datum:
Veröffentlicht: 27.6.20
Von:
Leonhard Klinger

 „Lasset die Kinder zu mir kommen!“

Mit diesem bekannten, einladenden Satz aus dem Markus-Evangelium (Mk 10,14) könnte man angesichts der aktuellen Corona-Situation die kommende Woche überschreiben; denn ab dem 1. Juli können wieder alle Kinder in den Kindergarten kommen. Ein sicher sehr erfreulicher und hilfreicher Schritt für viele Eltern, Alleinerziehende und Familien!

„100 Tage Lockdown“ liegen inzwischen hinter uns; eine Zeit, die - neben vielen anderen - vor allem den Familien mit Kindern (und alleinstehenden Senioren bzw. denen in den Heimen) viel, sehr viel abverlangt hat! 

 Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, wurden die Kindergärten geschlossen (bis auf die „Notgruppen“ für „systemrelevante“ berufstätige Eltern) und im Laufe der letzten Wochen langsam Schritt für Schritt wieder für die verschiedenen Altersgruppen geöffnet. 

 Schön, dass im Juli – noch rechtzeitig vor den Sommerferien – alle Kinder wieder die Erzieherinnen und ihre Freunde/innen im Kindergarten treffen können.

Schön, dass damit auch wieder das „volle, bunte Leben“, wie ich es von Begegnungen im Kindergarten-Alltag her kenne und schätze, möglich ist (freilich angesichts von vielen notwendigen „Hygiene-, Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen“ noch lange nicht so wie früher!)

Schön, dass die Eltern und Erziehungsberechtigten wieder ein Stück mehr „Freiraum“ und Zeit haben für vielleicht aufgeschobene andere wichtige Dinge und Aufgaben innerhalb ihrer Familie und ihres (Berufs-) Alltages.

Ja, so vielfältig wie die Familien und deren Familienalltag bzw. deren Familiensituation, so vielfältig dürften auch die Erfahrungen in den zurückliegenden Wochen gewesen sein. Und auch die mit den verschiedenen Herausforderungen und den neuen - durch den „Lockdown“ erzwungenen -  Situationen verbundenen Erlebnisse von Kindern und Eltern waren sicher unterschiedlich: 

da mag z.B. die Freude der Kinder gewesen sein, viel mehr Zeit als sonst mit Mama und Papa gemeinsam verbringen zu können, mit ihnen viel spielen, erleben und Spaß haben zu können; andererseits mag es vielleicht auch öfters stressige, konflikthafte Situationen in der Familie gegeben haben, wo Ungeduld und Frust sich breit gemacht haben, da man „nicht einfach mal raus und  auf dem Spielplatz durfte“, da das Nebeneinander von Home-Office-Arbeit, häuslicher Schularbeit und Kinderbetreuung zu einer Riesen-Herausforderung wurde, die den Eltern viel Kraft kostete.

Auch Oma und Opa nicht besuchen zu dürfen bzw. andersherum die eigenen Kinder und Enkelkindern nicht sehen zu können, ist vielen hart angekommen und hat traurig gemacht; umso größer war sicher die Freude, als dieses wieder möglich wurde!

So haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene in dieser Zeit neue Erfahrungen machen müssen, aber auch können! 

Sie haben wohl manches neu sehen und schätzen gelernt, anstrengende Tage und Momente erlebt und gemeinsam durchlebt, aber eben auch frohe, glückliche Zeiten, heilsame und förderliche Erfahrungen, wie wertvoll das Mit- und Füreinander sein kann, die Begegnungen und der Austausch untereinander, wie wichtig eben jeder einzelne und sein Mittun ist für die Gemeinschaft!

Dass in der Zukunft nicht nur die Kinder, sondern wir alle uns wieder mal bzw. auch häufiger sehen und treffen können – nicht nur im Kindergarten, sondern auch in der Kirche, im Pfarrzentrum, in Gruppen und Kreisen – das erhofft und wünscht sich 

Ihr/Euer PR Leo Klinger