IMPULS DES TAGES
Ein Licht in dir geborgen
so wächst ein Licht in dir geborgen, die Kraft zum neuen Beginn.
Mein liebstes Lied aus dem Neuen Geistlichen Liedgut (NGL) ist „Ein Licht in dir geborgen“.
Es geht mir häufig durch den Kopf, aber gerade jetzt besonders, da heißt es im Refrain:
„So wie die Nacht flieht vor dem Morgen, so zieht die Angst aus dem Sinn,
so wächst ein Licht in dir geborgen, die Kraft zum neuen Beginn.“
Es ist ein Osterlied, im Cantate II der Kategorie „Jesus, der Auferstandene“ zugeordnet (Nr. 233).
Ein Auferstehungslied, das nicht außer Acht lässt, dass es die Nacht und die Angst gibt, auch zu allen Zeiten.
Ein Auferstehungslied, das den festen Glauben und die feste Zuversicht ausstrahlt, dass es nach jeder Nacht einen neuen Morgen gibt,
dass es in jeder Angst eine Hoffnung gibt, die tiefer geht, als diese Angst selbst.
Und dass diese Hoffnung in dem wurzelt, der für uns zum Licht geworden ist,
damals im Stall von Bethlehem, als er zum IMMANUEL – dem Gott mit uns – geworden ist.
Und der dieser Gott mit uns bleibt, wie die Jünger von Emmaus erfahren durften.
„So wächst ein Licht in dir geborgen, die Kraft zum neuen Beginn.“
Welche Nacht, welche Angst auch jeden von uns beschäftigen mag,
wir dürfen sie in das Licht stellen, dass unser Herr uns selber geworden ist,
und das wir in diesen Tagen im Zeichen der Osterkerze in unseren Kirchen oder auch zuhause in den Osterlichtern, wirklich vor Augen haben.
Wann immer mich eine Nacht, eine Angst zu überwältigen droht, da darf ich sie ihm überlassen.
Und wenn es nur ein Funke ist, der mir als Hoffnung im Herzen bleibt,
so kann dieser Funke, wie er in der Osternacht zu einem Feuer geworden ist, in meinem Leben Spuren von Gottes Macht ziehen.
Ihre Beate Herrmann