IMPULS DES TAGES
Und jetzt doch nicht…
Heute hätte die Schule wieder angefangen – nach den Osterferien, nach der „Corona-Pause“.
Heute hätte der Alltag wieder anfangen können – wenn nicht immer noch alles anders ist als erwartet.
Aber langsam verbessern sich bei uns die aktuellen Zahlen, langsam zeigt sich ein hoffnungsvolleres Bild, langsam gewöhnen wir uns an diesen neuen Alltag.
Am Anfang dieser Wochen haben wir in unserer Familie einige Puzzle aus dem Schrank geholt. Endlich mal wieder Zeit gemeinsam zu puzzeln. Und so haben wir losgelegt. Meist haben sie 1000 Teile. Aber zum „Aufwärmen“ gab es auch einige mit 300 Teilen mit Bildern aus den Asterixheften – auch als Erinnerung an Rene Goscinny und Albert Uderzo, der vor einigen Wochen verstarb.
Jeder hat beim Puzzeln seine eigene Taktik: zuerst den Rand? Oder lieber nach Farben sortieren? Jeder hat seine Lieblingsmotive: Landschaften, Gemälde, Comics, …
Manche Puzzles werden schnell und gut fertig: unterschiedliche Flächen, klare Zuordnung der Teile, klare Formen. Bei anderen Bildern zieht es sich. Es geht nur langsam vorwärts. Viele Teile sehen gleich aus, lassen sich schwer einordnen – aber nach langem Suchen findet sich ein Platz für das letzte Teilchen.
Alles hat seinen Platz – so geht es mir durch den Sinn.
Auch wenn ich lange suchen muss – es findet sich eine Lösung.
Selbst wenn ich nicht weiterweiß – der andere hat vielleicht die rettende Idee.
Jeder ist ein Teil des Ganzen – und kann seinen (kleinen) Beitrag leisten.
Am Ende wird das Bild fertig sein – egal, wie lange es dauert.
So üben schon Kinder, was Geduld, Ausdauer und die Freude am fertigen Werk bedeuten.
So können wir immer wieder neu auf die kleinen Dinge schauen.
Nutzen wir die geschenkte Zeit, um uns an den Kleinigkeiten des Alltags zu freuen.