IMPULS DES TAGES

Was macht mich eigentlich glücklich?
Vor knapp einem Jahr bin ich mit einem großen Wanderrucksack bepackt durch die schottischen Highlands und entlang der irischen Küste gewandert.
Bevor ich mich auf diese Reise gemacht habe, habe ich gefühlte Ewigkeiten überlegt, was ich denn jetzt am Besten mitnehme. Kein Wetterbericht kann genau vorhersagen, wie sich das Wetter innerhalb eines Monats verändert. Und dann auch noch in zwei Ländern. Alles ist möglich: Hitze, Kälte, Regen, einfach alles. Ich habe mir Fragen gestellt wie: Reicht eine dünne Regenjacke? Reicht es, wenn ich nur meine Wanderschuhe mitnehme? Nehme ich den dicken Schlafsack mit oder lieber doch einen dünnen? Soll ich vielleicht doch noch einen dicken Pulli einpacken? Am Ende habe ich mich dafür entschieden, so wenig wie möglich mitzunehmen. Wird schon irgendwie, habe ich mir gedacht. Und es war wohl eine gute Entscheidung. Während ich mit dem Rucksack unterwegs war, war ich froh über jedes Gramm, das ich nicht schleppen musste.
Mehr als einmal habe ich mir unterwegs die Frage gestellt, was ich denn wirklich zum Leben brauche. Und wie viel? Und was brauche ich nicht? Außer meinem eigenen Bett habe ich in den ganzen 4 Wochen nichts Materielles vermisst. Das wenige, was ich dabeihatte, hat voll und ganz ausgereicht. Die Dinge, die ich vermisst habe, waren alle nicht von materiellem Wert. Seit ich wieder zuhause bin stelle ich mir diese Frage regelmäßig. Brauche ich das wirklich?
Oft haben wir so viele Dinge, dass wir sie gar nicht mehr richtig schätzen.
Was macht mich eigentlich glücklich? Sind das wirklich all die materiellen Dinge?
Haben Sie sich diese Frage auch schon einmal gestellt?