Zum Inhalt springen

IMPULS DES TAGES

Seelsorgebereich
Datum:
Veröffentlicht: 18.7.20
Von:
Leonhard Klinger

„Kirche und Gemeindeleben in Zukunft …“

In der bekannten Schrittfolge „Sehen-Urteilen-Handeln“ sollen die 35 neu geschaffenen Seelsorgebereiche in der Erzdiözese Bamberg für sich vor Ort, und in Absprache mit dem Erzbischöflichen Ordinariat, bis 2022 ein lokales „Pastoralkonzept“ entwickeln.

Den ersten Schritt dazu sind wir in den Gemeinden unseres Seelsorgebereiches bereits gegangen: jede Gemeinde hat ihren Ist-Stand eruiert, analysiert und beschrieben.
Bei einer zweitägigen sog. „Bilanzklausur“ in dieser Woche in Vierzehnheiligen hat das Pastoralteam (=alle hauptamtlich in der Pastoral/Seelsorge Tätigen) des SSB Erlangen-Nord-West all die wertvollen Rückmeldungen aus unseren zwölf Gemeinden in den Blick genommen. (Nebenbei bemerkt war es das erste „Bilanztreffen“ in der ganzen Erzdiözese!)
Erfreut konnten wir festhalten, wie vielfältig und umfangreich – trotz allgemein zurückgehender Mitgliederzahlen - das gemeindliche Leben vor Ort und auch schon zwischen verschiedenen Gemeinden ist! Hier liegt ein großes Potential auch für die Zukunft kirchlichen Lebens.

Natürlich gehört zu einer Bestandsaufnahme auch der Blick auf die Probleme verschiedenster Art, mit denen die Gemeinden und der Seelsorgebereich, die Ehren- und Hauptamtlichen heute zu kämpfen haben, und die Sorgen, die die Gläubigen, die Christen von heute, und alle Menschen überhaupt haben:

Was erwarten die Menschen heute von der Kirche? Wie sehen sie uns und unsere Gemeinden ganz konkret? Mit wem oder wieviel Prozent der Christen haben wir in unserem pastoralen Alltag und natürlich auch am Sonntag zu tun? Wer gehört alles zu unserer Gemeinde und was liegt den Menschen vor allem am Herzen; wann und wie haben wir Hauptamtlichen Kontakt zu den Menschen? Wann suchen die Menschen, auch die sog. „Fernstehenden“ den Kontakt zur Kirche? (an Weihnachten und Ostern, bei der Erstkommunion, bei Taufen und Beerdigungen, …) und wie geht es den in unseren Gemeinden engagierten Ehrenamtlichen?

Auch angesichts zukünftig zu erwartender Entwicklungen - hohe Austrittszahlen, weniger hauptamtliches pastorales Personal, sinkende Kirchensteuer-Einnahmen, Corona-Folgen, usw. – stehen wir vor vielen, vielen Fragen und Herausforderungen!

Gerne nehmen wir auch Ihre Meinung, Ihre Erfahrungen, Ihren Blickwinkel mit auf: Wie sehen Sie unsere Gemeinde(n) und den Seelsorgebereich ER-Nord-West? Was bedeutet Kirche und Glaube für Sie?

Bei unseren zwei Klausurtagen war denn auch viel die Rede von den verschiedenen Charismen, die Haupt und Ehrenamtliche mitbringen; von Schwerpunktsetzungen und von gemeinschaftlichen Überlegungen und Aktionen - gemeindeübergreifend und verbindend; von notwendigen Veränderungen und damit verbundenen Verlustängsten; aber auch von Neustrukturierungen und Neuansätzen; vom Brückenbauen und sinnvoller Zusammenarbeit, von Transparenz und Klarheit, von Kommunikation und Kooperation, usw. usf.

Und immer in Verbindung mit der Frage: „Was bedeutet das für mich als einzelnen, für unser Pastoralteam, für die Gemeinden und für unseren Seelsorgebereich?“

Schließlich und am Ende stieß ich auf den ebenfalls bekannten kurzen Text, auf ein Gebet, das schon bisher galt und auch zukünftig gelten wird:

„Herr, baue deine Kirche, und fange bei mir an!“

In herzlicher Verbundenheit grüßt Sie alle, die Sie als Christ/in an dieser Kirche, an der Kirche Jesu Christi mitbauen,