IMPULS DES TAGES

Wenn die Sommerferien begonnen haben,
bin ich als Jugendliche mit meiner Heimatpfarrei ins Zeltlager in die Fränkische gefahren.
Zeugnis am letzten Schultag und dann ab in den Bus,
eine Woche Natur pur,
Freundschaften sind dort gewachsen und bis heute lebendig.
Abends, wenn es dunkel wurde, saßen wir um das Lagerfeuer zusammen und haben gesungen.
Alte Klassiker, die wir nicht immer ganz verstanden haben, aber die uns spüren haben lassen:
Da ist mehr,
da drückt sich eine Sehnsucht aus, die manchmal Melodien besser fassen können als Worte.
„Dust in the Wind“ und „The Boxer“ und „Streets of London“, wenn Raum für ernste Gedanken da war.
„If i had a hammer“, wenn Leben in die Runde kommen sollte.
Natürlich auch „Fürstenfeld“ und „Über den Wolken“.
In besonderer Erinnerung aber werde ich „Leaving on a jetplane“ behalten.
Nicht nur, weil wir als Jugend damals unser ganz eigenes Zeltlagerlied auf diese Melodie gedichtet haben,
sondern weil wir alle, spätestens bei der Liedzeile
„So kiss me and smile for me
Tell me that you'll wait for me
Hold me like you'll never let me go
'Cause I'm leavin' on a jet plane
Don't know when I'll be back again
Oh babe, I hate to go”
lauthals mitgesungen haben, talentiert oder nicht.
Und auf einmal waren wir eine untrennbare Gemeinschaft.
In diesen Tagen kommt mir das Lied wieder in den Sinn.
Ganz sind meine Sachen nicht gepackt so kurz vor dem Urlaub,
und Zeugnisse bekommen morgen die Kinder und nicht mehr ich,
aber die Sehnsucht nach dem Gefühl von einst,
nach Zeit für Freunde und Zeit für Nächte unter lauem Himmel,
die packt mich jetzt in diesen Tagen aufs Neue.
Ich wünsche Ihnen und mir selber auch, dass Gelegenheit dafür sein wird in den Ferien,
im Urlaub.
Und mit den Worten eines Liedes, das ebenfalls nicht fehlen durfte auf unserem Zeltlager möchte ich mich in den Urlaub verabschieden:
„Und bis wir uns wiedersehen halte Gott dich fest in seiner Hand,
und bis wir uns wiedersehen halte Gott dich fest in seiner Hand.“