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IMPULS DER WOCHE

Datum:
Veröffentlicht: 5.8.20
Von:
Leo Klinger

„Grüß Gott“ und „Guten Tag“

Jetzt im Urlaub, wenn wir wegfahren und in andere Gegenden kommen, aber auch in unserem Alltag erleben und hören wir (hoffentlich) immer wieder die eine oder andere Grußformel: „Grüß Gott“ und „guten Tag“, „Moin, Moin“ oder „Adieu“ bzw. „Ade“, „Grüezi“ oder „Servus“, „Grüß Dich“ oder auch „Hallo“.

Alles Worte, die einem zugesprochen werden und von einer freundlichen Aufmerksamkeit zeugen; Worte, die mir sagen: du bist wahr- und ernstgenommen; Worte, die mir was Gutes wollen, ja die vielleicht sogar ein Stück Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass ich jetzt gerade da bin oder gerade gekommen bin!

Das „Grüß Gott“ – so sagt uns der Duden (oder auch Wikipedia) –ist eine „Begrüßung im oberdeutschen Sprachraum, insbesondere in katholisch geprägten Ländern, aber auch im evangelischen Teil von Württemberg und Franken. Der Gruß ist mit einigen Varianten die häufigste Grußform in Teilen Süddeutschlands, Österreichs und Südtirols. Eng verwandt ist das reformiert-schweizerische „grüezi“.

Ja, das uns bekannte, aber inzwischen nicht mehr so oft wie früher genutzte „Grüß Gott“ ist so etwas wie ein kleiner kurzer Segensgruß, ein Wort, das mir was Gutes zuspricht; denn „segnen“ heißt im Lateinisches „bene-dicere“, zu deutsch: „gut-heißen“ oder „Gutes sagen“.

„Behüt dich Gott“ – so sage ich auch gerne zu jemanden, der mir am Herzen liegt und der sich auf den Weg macht – sei es in den Urlaub oder ins Wochenende, oder auch auf den Weg zur Arbeit, zu jemand, der mit dem Auto oder Zug zu einer größeren Fahrt aufbricht, zu jemand, dessen Weg in die Zukunft von Gott behütet und begleitet sein möge!

Und wenn ich mich an meine Kindheitsjahre zurückerinnere, so denke ich auch an das Kreuzzeichen, das meine Mutter mir als Segensgeste – oft mit Weihwasser – täglich auf die Stirn zeichnete, bevor ich mich auf den Weg zur Schule machte. Von Gott behütet und beschützt – in diesem Vertrauen – machte ich mich auf den Weg – nicht nur in die Schule …

So etwa wie es im Psalm 121 heißt:

„Er, der Lebendige, ist dein Hüter.
Bei Tag wird die Sonne dir nicht schaden
noch der Mond in der Nacht.
Er, der Lebendige, behütet dein Leben,
dein Gehen und Kommen.“

Dies wünsche ich in diesen Tagen und Wochen auch Ihnen, die Sie sich auf den Weg machen – egal wohin auch immer, egal wie lang oder kurz dieser Weg sein mag …Ich wünsche es Ihnen für Ihr Leben!

Mit diesem Gottvertrauen können und dürfen wir jederzeit auch auf andere, auf unsere Mitmenschen zugehen und sie von Herzen grüßen: mit einem frohen „Grüß Gott“, wo es bekannt und den meisten vertraut ist, oder auch mit einem anderen „ortsüblichen Gruß“ – auf jeden Fall mit einem Wort, das ihnen gut tut, mit einem Willkommens- oder Abschiedsgruß, der zum Ausdruck bringt: „Schön, dich zu sehen - schön, dass du da bist oder da warst!“

„Adieu“ - zu deutsch: „Gott befohlen“ und „Auf Wiedersehen“ (bis nach dem Urlaub) sagt Ihnen und Euch