IMPULS DER WOCHE

Dinge zu verlieren ist ärgerlich.
Sei es die Brille, ohne die man nichts sehen kann. Oder der Zettel mit einer wichtigen Notiz. So richtig „brenzlig“ wird es bei noch gewichtigeren Sachen: Die prall gefüllte Geldbörse mit Ausweis und Dokumenten. Oder der Beipackzettel zu einem lebensnotwendigen Medikament. Da ist man erleichtert, das Verlorene wiederzufinden.
Jesus verwendet diese alltägliche Erfahrung, um den Kern seiner Botschaft aufzuzeigen: Es geht Gott um das scheinbar Verlorene. Um den Sünder. Um den, an den keiner denkt und von dem kaum einer etwas erwartet. Er sorgt sich um ihn, wie der Hirte um ein verlorenes Schaf (vgl. Lk 15, 4-6). Oder wie eine Witwe um eine verlorene Münze (vgl. Lk 15, 8-9). Gott ist der barmherzige Vater, dem der in die Irre gegangene Sohn nicht egal ist (vgl. Lk 15, 11-32). Er will, dass sich jeder ihm in Liebe zuwendet.
Mich fasziniert, ja berührt diese Botschaft immer wieder aufs Neue. Ich heiße Maximilian Henke, bin neunzehn Jahre alt und komme aus dem Osten Deutschlands. Nach dem Abitur habe ich in den vergangenen zehn Monaten in Bamberg das Propädeutikum (ein Vorbereitungsjahr für das Theologiestudium) absolviert. Vor dem Studium möchte ich nun während eines Freiwilligen Sozialen Jahres in Ihrem Seelsorgebereich praktische Erfahrungen sammeln. Wenn Ihnen also bei Gottesdiensten, im Pfarrbüro oder bei anderen Veranstaltungen ein noch unbekanntes Gesicht auffallen sollte, dann könnte das ich sein. Nur Mut: Sprechen Sie mich an. Ich freue mich auf viele spannende Begegnungen und wünsche Ihnen Gottes reichen Segen.