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IMPULS DER WOCHE

Erntedank-Gaben
Datum:
Veröffentlicht: 30.9.20
Von:
Beate Herrmann

Nun saget Dank und lobt den Herren

Die Tage werden kürzer,
morgens hängt oftmals der Nebel über Feldern und Wiesen,
erste Blätter färben sich bunt und bedecken den Boden.
Es ist nicht zu übersehen – der Herbst hat Einzug gehalten.

Keine Jahreszeit ist mir von heute auf morgen so bewusst, wie der Herbst.
Gestern noch sonnig und warm,am nächsten Tag schon der Bedarf nach der Wolljacke.
Und mit dem Abschied des Sommers,
mit dem Neubeginn im September liegt nun am Beginn des Oktobers so ein ganz eigner Zauber in der Luft.

Das Bedürfnis nun wieder mehr drinnen zu sein,
das Leben nach innen zu verlagern, das wird mir am Herbstbeginn deutlich bewusst.
Aber gerade Anfang Oktober darf sich unser Blick noch einmal nach außen lenken lassen,
hinein in die Schöpfung, die uns in aller Fülle das Leben vor die Nase hält.
Hinein in unser Leben, dass einzigartig und unbedingt wertvoll ist.

Am Erntedanksonntag dürfen wir bewusst inne halten, dürfen wir bewusst da hinblicken
und bewusst wieder einmal DANKE sagen.
Dem, der uns die Fülle des Lebens schenkt,
dem, der in allen Gaben und Früchten dieser Erde Zeichen seiner Liebe zu uns setzt,
dem, der uns Menschen an die Seite stellt, die uns begleiten und es gut mit uns meinen,
dem, der unser Leben hält und trägt, in Gesundheit und Krankheit,
dem, dem wir unser Leben verdanken und anvertrauen können,an Sommertagen, genauso wie an kalten, zugigen Herbsttagen und Nächten.

„Nun saget Dank und lobt den Herren,
denn groß ist seine Freundlichkeit,
und seine Gnad und Güte währen
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Du, Gottes Volk, sollst es verkünden:
Groß ist des Herrn Barmherzigkeit;
Er will sich selbst mit uns verbünden
Und wird uns tragen durch die Zeit.“ (GL 385)