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IMPULS DER WOCHE

Impuls der Woche
Datum:
Veröffentlicht: 4.11.20
Von:
Marcel Jungbauer
Die schrecklichen Anschläge, die in den letzten Tagen Städte in Frankreich und die Österreichische Hauptstadt erschüttert haben, treffen auch die meisten Menschen bei uns. Viele werden von Ängsten bewegt, aber auch von Zorn und Wut

In jeder Messe sind mir darum die Worte, die im Vater Unser eingeschoben werden, sehr wichtig geworden. Dort heißt es:

Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen
und gib Frieden in unseren Tagen.
Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen
und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde,
damit wir voll Zuversicht
das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.
 
Jede Zeile lässt sich in unsere Zeit buchstabieren.
„Erlöse uns von allem Bösen.“, bete ich mit Blick auf so viele Dinge, die uns Angst machen. Da ist die Ausbreitung von Corona. Da sind die Folgen der Beschränkungen für unsere Gesellschaft, besonders für die Seniorinnen und Senioren und die Kinder.

„Gib Frieden in unseren Tagen.“, bete ich besonders mit Blick auf die Unruhegebiete auf der Erde, auch wenn sie jetzt weniger im Fokus stehen. Frieden erbitten wir auch für unsere Herzen. Denn nur mit innerer Ruhe können wir einander gerecht werden.

„Komm uns zu Hilfe, Herr.“, bete ich in dem Wissen, dass alle menschlichen Bemühungen manchmal nicht weiter bringen. Für die Forschung an einem Corona-Heilmittel braucht es den Funken des Heiligen Geistes.

„Bewahre uns vor Verwirrung und Sünde.“, bete ich besonders für alle, die mit Wut und Zorn auf die Terroranschläge reagieren. Hass vertreibt den Hass nicht, sondern vermehrt ihn.

„Voll Zuversicht erwarten wir das Kommen Christi.“, bete ich für die Menschen, die durch Anschläge mitten aus dem Leben gerissen wurden. Für mich ist der einzige Trost, den ich gerne mit allen teile, Jesus Christus, der sagt: „Euch wird das Leben gewandelt, nicht genommen.“ Dann hat die junge Frau, die zufällig auf der Straße unterwegs war, Zukunft bei Gott. Dann hat der Polizist, der andere schützen wollte, Leben bei Gott.