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IMPULS DER WOCHE

Datum:
Veröffentlicht: 4.8.21
Von:
Christine Held-Winkelmann

Herr, deine Güte reicht so weit der Himmel ist

Seit vielen Jahren bin ich gerne auf diesem Berg: Milseburg.
Eine sagenumwobene, alte Keltenstätte mit Quelle und Geschichten um den Riesen Mils und den Heiligen Gangolf.

Endlich mal wieder ein Tagesausflug am Wochenende.
Eine Autofahrt ohne Stau, auf Nebenstrecken,
an ein oft besuchtes, gut bekanntes Ziel, mitten in der Rhön.

Seit vielen Jahren bin ich gerne auf diesem Berg: Milseburg.
Eine sagenumwobene, alte Keltenstätte mit Quelle und Geschichten um den Riesen Mils und den Heiligen Gangolf (nein nicht Gandalf😊).

Ich kann nicht zählen, wie oft ich seit meiner Kindheit den Weg von ca. 30 Minuten hinauf gegangen bin: mal zügig mit festen Wanderschuhen, mal gemütlich mit Kinderwagen und den Großeltern, mal alle Schilder zu den Kelten lesend, mal Pilze sammelnd und auch bei Glatteis rutschend hoch und mit dem Schlitten wieder runter.

Und dann am Ende des Weges durch dichten, naturbelassenen Wald das letzte Stück über Basaltsteine klettern, um unter der Kreuzigungsgruppe auf dem Gipfel über die Hügel der Rhön zu schauen.
Es war klarer Himmel mit Sonnenschein und ein freier Blick in alle Richtungen.

Da kam mir ein Vers aus Psalm 36 in den Sinn:

Herr, deine Güte reicht so weit der Himmel ist und deine Treue so weit die Wolken ziehen. Psalm 36 , 6

Ja, diesen Blick ins Weite brauche ich immer wieder: hinaus aus dem engen Alltag, über den eigenen Kirchturm hinausblicken, über Gottes Weite staunen und Gott für seine Güte und Treue danken können – trotz allem Leid und Dunkeln, das Licht sehen.

Nutzen Sie doch die Ferienzeit, um wieder einmal einen neuen Blick in alle Richtungen zu werfen, bis zum Himmel – vielleicht lässt sich ja Gott dann wieder einmal in Ihrem Leben sehen.