IMPULS DER WOCHE

Wir werden oft aufgefordert, doch das Positive in der Pandemie zu sehen und die kleinen Freuden zu betonen. Gerade wir in der Kirche haben uns dies zur Aufgabe gemacht.
Aber es muss auch Platz sein für das, was uns stört und lähmt in dieser Zeit.
Ich habe mir darum letzthin die Freiheit genommen, die Ratschläge einmal umzudrehen.
Häufig wird gesagt: Schreib doch auf, was gut war und du wirst sehen, wie viel es ist. Ich dachte mir dagegen:
Ich muss jetzt mal aufschreiben, was mich belastet, um es aus dem Denken wegzubringen.
Diese Übung war wider alles Erwarten sehr ermutigend. Denn die Liste wurde gar nicht so lang. Als ich das, was wirklich drückt, niedergeschrieben hatte, war es eigentlich eine ganz übersichtliche Reihe.
Ich möchte Ihnen diese Übung empfehlen, am Tag vor Weihnachten, als Vorbereitung oder auch an den Weihnachtstagen. Das was auf der Liste steht, können wir Jesus Christus hinhalten, von dem es heute im Gebetsvers des Tages heißt:
O Immanuel,
unser König und Lehrer,
du Hoffnung und Heiland der Völker:
o komm,
eile
und schaffe uns Hilfe,
du unser Herr und unser Gott!