IMPULS DER WOCHE
Kaiser Heinrich, Bistumspatron
Am 13. Juli feierte das Erzbistum Bamberg seiner Gründer, den hl. Kaiser Heinrich. Als Bistumspatron spielt er, nicht nur als Namensgeber für das Heinrichsfest, eine wichtige Rolle. Aber was können wir von ihm lernen oder für unser Leben als Christen heute übernehmen?
Für mich sind es vor allem zwei Punkte, die den hl. Heinrich zu einem Vorbild machen und mit dem berühmten König Salomon aus dem Alten Testament vergleichen lassen.
Salomon ist durch seine Weisheit im berühmten „salomonischen Urteil“ und durch den Bau des Tempels von Jerusalem unsterblich geworden.
Ähnliches kann man auch über unseren Kaiser Heinrich sagen.
Heinrich hatte die Weisheit, trotz seiner eigenen Macht, in Gott den wahren König und Herrn der Welt zu erkennen. Mit allem was er hatte, stellte er sich in den Dienst für Gott und die Menschen und versuchte seinem Herrn so gut wie möglich zu dienen. Und ähnlich wie der biblische König Salomon mit dem Tempel, hinterlässt Heinrich mit dem Erzbistum Bamberg ein Erbe, das seine Lebenszeit überdauert.
Wie im Gleichnis mit den genutzten Talenten hat Heinrich sich als guter Knecht erwiesen und den Lohn seines Herrn erhalten. Als Heiliger ist er nicht nur mit seinem Namen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes unsterblich geworden.
Als Heiliger, als Vorbild für uns Christen verweist er, der selbst alle irdische Macht hatte, auf den wahren Herrn der Welt und gibt uns darin ein Beispiel für echte Weisheit. Und mit seinem Handeln, dem Nutzen der ihm anvertrauten Talente zeigt er uns, wie auch wir uns als gute Knechte unseres Herrn erweisen können.
Gott als den wahren Herrn der Welt erkennen und mit dem, was uns an Talenten und Möglichkeiten anvertraut ist, gut und weise umgehen: Diese beiden Punkte können wir vom hl. Kaiser Heinrich lernen.
Als Patron unseres Bistums ist er für uns ein großer Fürsprecher und ein Beispiel, wie auch wir – wenn auch vlt. nur im Kleinen seinem Vorbild folgen und so den Weg zur Unsterblichkeit in der Gemeinschaft der Heiligen finden können.